Marvell Technology steht vor entscheidenden Wochen. Im Juni rückt der Chipentwickler in den S&P 500 auf. Pünktlich zu diesem Meilenstein baut das Management die Führungsspitze um. Ein erfahrener Branchenveteran übernimmt die Finanzen.
Erfahrener Veteran übernimmt
Mitte Juni wechselt Dan Durn auf den Posten des Finanzchefs. Er kommt direkt vom Softwarekonzern Adobe. Zuvor lenkte er die Finanzen bei Halbleitergrößen wie Applied Materials und NXP Semiconductors.
Durn kennt Marvell bereits bestens. Er saß zuletzt im Verwaltungsrat und leitete den Prüfungsausschuss. Nun löst er Willem Meintjes ab. Dieser bleibt dem Unternehmen bis April 2027 als Berater erhalten. Für seinen Wechsel kassiert Durn neben 850.000 US-Dollar Grundgehalt einen Millionenbonus.
Prognose steht, Analysten jubeln
Parallel zur Personalie bestätigte Marvell die Ziele für das zweite Geschäftsquartal. Das Management rechnet mit rund 2,7 Milliarden US-Dollar Umsatz. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 0,93 US-Dollar liegen.
Die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur stützt diese Zuversicht. Die Folge: Analysten heben die Daumen. Die Investmentbank B. Riley schraubte ihr Kursziel massiv von 240 auf 345 US-Dollar nach oben. Die Experten raten weiterhin zum Kauf.
Ein Hauptgrund für den Optimismus ist die enge Partnerschaft mit Nvidia. Marvell liefert maßgeschneiderte Chips und optische Verbindungstechnik. Nvidia-Führungskräfte bezeichnen das Unternehmen mittlerweile als kritischen Akteur im KI-Sektor.
Starke Kursentwicklung
An der Börse spiegelt sich diese starke Marktstellung wider. Seit Jahresbeginn schoss der Aktienkurs um beeindruckende 217 Prozent nach oben. Am Freitag ging das Papier bei 241,85 Euro aus dem Handel.
Die anstehende Aufnahme in den S&P 500 dürfte zusätzlichen Rückenwind liefern. Indexfonds und institutionelle Anleger müssen die Aktie nun in ihre Portfolios aufnehmen. Das verspricht eine anhaltend hohe Nachfrage nach den Papieren des Chipentwicklers.
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