Während der Nasdaq-100 zuletzt unter geopolitischen Spannungen litt, gerät Marvell Technology zunehmend ins Visier von Analysten. RBC Capital sieht die Halbleiter-Aktie mit einem Abschlag von 25% zu ihren Wettbewerbern handeln – und stuft das Papier als kaufenswert ein. Gleichzeitig baut der Konzern sein Portfolio durch eine halbe Milliarde Dollar schwere Übernahme gezielt aus.
RBC Capital sieht deutliches Aufwärtspotenzial
Am 15. Januar initiierte RBC Capital die Coverage von Marvell mit „Outperform“ und einem Kursziel von 105 US-Dollar. Analyst Srini Pajjuri begründet dies mit der attraktiven Bewertung und konkreten Wachstumstreibern:
- Rechenzentren im Fokus: Das Management prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 ein Umsatzwachstum von über 20% im Datacenter-Segment – für 2028 sogar über 40%.
- AWS als Großkunde: Starke Auftragslage für die Trainium3-Chips von Amazon Web Services, Marvell gilt als gesetzter Lieferant für die nächste Generation Trainium4.
- Microsoft-Kooperation: Die Hochlaufphase für ASICs läuft nach Plan, die aktuellen Umsatzziele könnten laut RBC konservativ sein.
Diese Einschätzung reiht sich ein in eine Serie positiver Analystenstimmen. Melius Research hatte das Papier Anfang Januar bereits auf „Buy“ mit einem Kursziel von 135 Dollar hochgestuft. Der Konsens von 24 „Strong Buy“- und drei „Moderate Buy“-Ratings unter insgesamt 36 Analysten spiegelt die optimistische Grundstimmung wider – mit einem durchschnittlichen Kursziel zwischen 115,70 und 119,56 Dollar.
Strategischer Zukauf für KI-Rechenzentren
Marvell sicherte sich Anfang Januar für rund 540 Millionen Dollar den Spezialisten XConn Technologies. Die Übernahme zielt darauf ab, die Marktposition bei Hochgeschwindigkeits-Verbindungen für KI-Rechenzentren auszubauen – insbesondere mit CXL-Technologie (Compute Express Link). Der Deal unterstreicht das Bestreben, tiefer in die wertschöpfende KI-Infrastruktur einzudringen.
Insider-Transaktionen: Steuerliche Routine
Am 20. Januar sorgte eine SEC-Meldung kurzzeitig für Aufmerksamkeit: CFO Willem Meintjes hatte 5.248 Aktien abgegeben, CEO Matthew Murphy ebenfalls Anteile veräußert. Beide Transaktionen erfolgten jedoch ausschließlich zur Deckung von Steuerpflichten bei der Zuteilung von Restricted Stock Units (RSUs) am 15. Januar – eine übliche Praxis bei Aktiengewinnen aus Mitarbeiterbeteiligungen. Murphy hält weiterhin 268.209 Aktien direkt, Meintjes 156.471.
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Institutionelle Bewegungen und Marktumfeld
Fisher Funds Management stieg mit rund 16.453 Aktien im Wert von 1,38 Millionen Dollar neu ein, während Toth Financial Advisory Corp sein Engagement reduzierte. Die Aktie schloss am 20. Januar bei 79,80 Dollar, ein Minus von 0,82%. Im nachbörslichen Handel legte das Papier leicht auf 79,90 Dollar zu. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 68,24 Milliarden Dollar.
Das gesamte Marktumfeld bleibt angespannt: Der Dow Jones verlor am 20. Januar 800 Punkte, der Nasdaq-100 gab über ein Prozent ab – belastet durch geopolitische Unsicherheiten. Optionsmärkte preisen für Marvell in den kommenden Wochen eine Handelsspanne zwischen 78 und 88 Dollar ein.
Mit der positiven Analystensicht, gezielten Zukäufen und soliden Kundenprojekten im KI-Bereich positioniert sich Marvell für weiteres Wachstum. Die von RBC angeführte Bewertungslücke könnte sich schließen, sobald die prognostizierten Umsatzsprünge in den kommenden Quartalsberichten sichtbar werden.
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