Marvell Technology rückt nach einer positiven Analysteneinschätzung wieder stärker in den Fokus der Anleger. Die Investmentbank RBC Capital Markets stufte die Halbleiteraktie mit „Outperform“ ein – ein bullisches Signal, das auf die wachsende Bedeutung des Unternehmens im KI-Infrastrukturmarkt verweist. Gleichzeitig meldet Marvell beachtliche Fortschritte in einem Geschäftsbereich, der zunehmend zum Umsatztreiber wird.
Datacenter-Switching im Aufwind
Das Datacenter-Switching-Geschäft entwickelt sich zu einer tragenden Säule von Marvells Datacenter-Portfolio. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen Umsätze von über 300 Millionen US-Dollar in diesem Segment – Tendenz stark steigend. Im Geschäftsjahr 2027 soll die Marke von 500 Millionen US-Dollar überschritten werden.
Der Grund für den Optimismus: Marvell liefert derzeit seine 51.2T-Produkte der nächsten Generation aus, deren Volumen im Jahresverlauf 2026 deutlich zunehmen soll. Noch in diesem Jahr plant das Unternehmen die Einführung von 100T-Switching-Produkten – ein wichtiger Schritt, um im hart umkämpften Markt für KI-Datacenter-Infrastruktur mitzuhalten.
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Strategische Akquisitionen als Verstärker
Die jüngsten Übernahmen fügen sich nahtlos in diese Strategie ein. Anfang Januar 2026 gab Marvell bekannt, XConn Technologies zu übernehmen, um seine Position bei KI-Datacenter-Konnektivität zu stärken. Bereits im Dezember 2025 hatte das Unternehmen die Übernahme von Celestial AI angekündigt, um die Skalierbarkeit der Verbindungstechnologie für Rechenzentren der nächsten Generation zu beschleunigen.
Diese Zukäufe ergänzen das organische Wachstum im Switching-Bereich und unterstreichen Marvells Ambition, einen größeren Anteil am boomenden KI-Infrastrukturmarkt zu erobern. Das Datacenter-Segment war bereits im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 der Haupttreiber für Rekordumsätze.
Quartalszahlen im Fokus
Die nächsten Wochen dürften entscheidend werden: Marvell wird in Kürze die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 vorlegen. Die Prognose für das vierte Quartal liegt bei einem Gewinn je Aktie zwischen 0,74 und 0,84 US-Dollar. Anleger werden besonders auf die Performance des Datacenter-Segments achten – einschließlich der Anlaufkurve der neuen Switching-Produkte und möglicher Synergien aus den Übernahmen. Der Analystenkonsens stuft die Aktie derzeit im Schnitt mit „Moderate Buy“ ein.
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