Jahrelang galt Marvell Technology als solider, aber wenig aufregender Chiphersteller. Heute notiert die Aktie auf einem 52-Wochen-Hoch von 158 Euro— und hat sich seit dem Tief vor gut einem Jahr fast verdreifacht. Der Treiber: eine tiefe Verzahnung mit dem KI-Infrastrukturmarkt, die sich nun in den Zahlen niederschlägt.
Datencenter trägt fast alles
Im Geschäftsjahr 2026 erzielte Marvell einen Umsatz von rund 8,2 Milliarden Dollar— ein Plus von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Datencenter-Segment allein steuerte dabei rund 6 Milliarden Dollar bei, was etwa 74 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren erwirtschaftete dieser Bereich gerade einmal 200 Millionen Dollar.
Das Wachstum basiert vor allem auf Custom-Silicon-Lösungen und optischen Verbindungstechnologien, die Cloud-Hyperscaler und KI-Anbieter für den Ausbau ihrer Rechenzentren dringend benötigen. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie lag für das Gesamtjahr bei 2,84 Dollar.
NVIDIA-Partnerschaft als Katalysator
Ein wesentlicher Impuls kam durch die Bekanntgabe einer strategischen Partnerschaft mit NVIDIA, verbunden mit einer Investition von 2 Milliarden Dollar. Ziel ist es, Marvells Custom-KI-Chips mit NVIDIAs Netzwerktechnologien zu verzahnen— eine Kooperation, die Marvell als Schlüsselzulieferer für die nächste Generation von Rechenzentren positioniert.
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Marktanalysten erwarten, dass der adressierbare Markt für KI-Konnektivität bis 2030 von derzeit 6 Milliarden auf 14 Milliarden Dollar wächst. Marvell will davon über Ethernet-Transceiver und 1,6-Terabit-Netzwerkprodukte profitieren. Die Übernahme von Polariton Technologies, einem Spezialisten für Silizium-Photonik, soll die optischen Fähigkeiten des Unternehmens weiter stärken.
Bewertung und Ausblick
Die Kursrally hat ihren Preis. Mit einem Forward-KGV von rund 58 ist die Aktie ambitioniert bewertet— ein Niveau, das weiteres Wachstum bereits einpreist. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um mehr als 100 Prozent zugelegt, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt inzwischen fast 100 Prozent.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet das Management einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie zwischen 0,74 und 0,84 Dollar. Die Quartalsergebnisse sollen Ende Mai veröffentlicht werden— dann wird sich zeigen, ob das operative Momentum die hohen Erwartungen trägt.
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