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Symbolbild, KI-generiert

Marinomed Biotech: Going Concern Warnung des Prüfers

Marinomed Biotech weist einen hohen Jahresgewinn aus, doch der Prüfer warnt vor Liquiditätsengpässen. Die Aktie fällt auf ein neues Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Jahresüberschuss durch Sondereffekte
  • Abschlussprüfer warnt vor Bestandsrisiken
  • Liquidität von nur einer Million Euro
  • Aktienkurs fällt auf neues Jahrestief

Marinomed Biotech liefert ein finanzielles Paradoxon. Während das Unternehmen auf dem Papier einen satten Millionengewinn ausweist, warnt der Abschlussprüfer vor existenziellen Risiken. Das Vertrauen der Investoren schwindet angesichts dieser Diskrepanz zusehends.

Papiergewinne verdecken operative Schwäche

Der Jahresüberschuss für 2025 kletterte zwar in den zweistelligen Millionenbereich. Dieser Buchgewinn resultiert allerdings fast vollständig aus einem Restrukturierungserfolg von rund 18,9 Millionen Euro. Ohne diesen Sondereffekt und die Erlöse aus dem Carragelose-Verkauf bliebe das operative Ergebnis tiefrot.

Die tatsächliche Ertragskraft des Unternehmens überzeugt den Markt bisher nicht. Investoren bewerten die bilanziellen Anpassungen kritisch, da sie wenig über die künftige Cash-Generierung aussagen.

Kampf um die Liquidität

Trotz der positiven Bilanzzahlen warnt der Prüfer vor Unsicherheiten bei der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Zum Jahresende verfügte das Biotech-Unternehmen über liquide Mittel von lediglich einer Million Euro. Die Kasse ist leer.

Zahlungen aus dem Verkauf der Carragelose-Sparte an Unither Pharmaceuticals fließen langsamer als ursprünglich geplant. Indes brachte eine Kapitalerhöhung im April brutto 2,2 Millionen Euro ein. Diese Summe reicht jedoch kaum aus, um die langfristige Finanzierung ohne weitere Maßnahmen abzusichern.

Kursrutsch auf Jahrestief

Die Reaktion an der Börse fällt entsprechend deutlich aus. Das Papier markierte am Dienstag bei 9,50 Euro ein neues Jahrestief. Damit hat sich der Kurswert seit Beginn des Kalenderjahres in etwa halbiert.

Auf der Hauptversammlung im Juni muss das Management konkrete Lösungen präsentieren. Im Fokus steht dabei die neue Strategie für Rezepturarzneimittel, deren finanzielle Wirkung sich frühestens in der zweiten Jahreshälfte zeigen dürfte.

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