Marathon Digital vollzieht den Wandel vom reinen Krypto-Miner zum Infrastruktur-Spezialisten. Trotz eines massiven Milliardenverlusts im Abschlussquartal 2025 setzt das Management auf eine Zukunft im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Das Ziel dieser Transformation ist klar: Die Abhängigkeit von der Volatilität des Bitcoins soll drastisch sinken.
Zahlenwerk durch Abschreibungen belastet
Das vierte Quartal 2025 war für das Unternehmen von extremen Gegensätzen geprägt. Ein Nettoverlust von 1,7 Milliarden US-Dollar steht einem Gewinn von über 528 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum gegenüber. Verantwortlich für dieses Minus war primär eine unbare Abschreibung in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar auf die eigenen Bitcoin-Bestände, die aus den starken Kursschwankungen der Kryptowährung resultierte.
Beim Umsatz zeigt sich ein differenzierteres Bild. Während die Erlöse im vierten Quartal mit 202,3 Millionen US-Dollar leicht unter dem Vorjahresniveau lagen, konnte das Unternehmen auf Jahressicht deutlich wachsen. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2025 stieg um 38 Prozent auf 907,1 Millionen US-Dollar.
Fokus auf KI und Rechenzentren
Doch wie will das Unternehmen die massiven Ertragsschwankungen des Krypto-Marktes künftig abfedern? Die Antwort der Konzernspitze lautet Diversifizierung. Ein Joint Venture mit Starwood Digital Ventures soll den Aufbau von Hochleistungsrechenzentren vorantreiben. Geplant ist eine IT-Kapazität von zunächst einem Gigawatt, mit dem Potenzial für eine Erweiterung auf über 2,5 Gigawatt.
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Ergänzt wird dieser Kurswechsel durch die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Exaion. Damit stärkt Marathon Digital seine Kompetenzen in den Bereichen Enterprise-KI und High-Performance Computing (HPC). Diese strategischen Schritte sollen das Unternehmen als Anbieter für die notwendige Energie-Infrastruktur moderner Technologieanwendungen etablieren und stabilere Einnahmequellen erschließen.
Operative Entwicklung im Mining
Trotz des Fokuswechsels baute das Unternehmen seine Mining-Kapazitäten weiter aus. Die Rechenleistung (Hash-Rate) stieg im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 66,4 Exahashes pro Sekunde. Zum Jahresende 2025 hielt Marathon Digital insgesamt 53.822 Bitcoin in seiner Bilanz.
Sorgen bereiten jedoch die steigenden Kosten: Die Energiekosten pro gemintem Bitcoin kletterten im vierten Quartal auf 48.611 US-Dollar – ein signifikanter Anstieg gegenüber den rund 31.600 US-Dollar des Vorjahres. An der Börse schloss die Aktie am Freitag bei 7,56 Euro, womit sie auf Jahressicht weiterhin knapp 40 Prozent im Minus notiert. Am 7. Mai 2026 wird Marathon Digital die nächsten Quartalsergebnisse vorlegen.
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