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Marathon Digital Aktie: Jahrestief erreicht

Der Bitcoin-Miner Marathon Digital erreicht ein neues 52-Wochen-Tief, da ein starker Kursrutsch der Kryptowährung die Bewertung seiner umfangreichen Reserven belastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bitcoin-Korrektur löst massive Liquidierungen aus
  • Unternehmen hält über 52.850 Bitcoin in Reserve
  • Aktie verliert mehr als 55 Prozent im Jahresvergleich
  • Nächste Quartalszahlen für Ende Februar erwartet

Die Volatilität am Kryptomarkt hat Marathon Digital am Mittwoch erneut belastet. Während der Bitcoin auf ein 15-Monats-Tief abrutschte, markierte auch die Aktie des Mining-Spezialisten ein neues Jahrestief. Für Investoren stellt sich die Frage, wie schwer die massiven Bitcoin-Bestände in der Bilanz des Unternehmens die Bewertung im aktuellen Marktumfeld unter Druck setzen.

Massen-Liquidationen am Kryptomarkt

Der Haupttreiber für die aktuelle Schwäche ist die deutliche Korrektur der Krypto-Leitwährung Bitcoin, die in den Bereich von 72.000 bis 73.000 US-Dollar zurückfiel. Dieser Kursrutsch löste eine Kettenreaktion aus: Marktberichten zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden Long-Positionen im Wert von über 700 Millionen US-Dollar liquidiert. Diese Verkaufswelle erfasste den gesamten Sektor der Mining-Aktien, wobei Marathon Digital als einer der liquidesten Werte besonders im Fokus der Verkäufer stand.

Die Kehrseite der Treasury-Strategie

Ein zentraler Risikofaktor für Marathon ist die direkte Abhängigkeit vom Bitcoin-Preis. Das Unternehmen hält derzeit rund 52.850 Bitcoin in seiner Reserve. Während diese Strategie in Bullenmärkten als Hebel wirkt, verstärkt sie in Abwärtsphasen die Verluste.

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Die Aktie spiegelt diese Entwicklung deutlich wider: Mit dem heutigen Rücksetzer auf 7,57 Euro wurde das bisherige 52-Wochen-Hoch von über 19 Euro weiter aus den Augen verloren. Auf Sicht von zwölf Monaten summieren sich die Kursverluste bereits auf mehr als 55 Prozent. Das aktuelle Marktsentiment wird zudem durch den „Fear and Greed Index“ belastet, der mit einem Wert von 14 derzeit „extreme Angst“ signalisiert und Anleger zur Risikovermeidung treibt.

Operative Stabilität und Ausblick

Trotz der Turbulenzen an den Börsen zeigt sich das operative Geschäft stabil. Die installierte Hash-Rate, ein Maß für die Rechenleistung beim Mining, liegt weiterhin auf einem hohen Niveau zwischen 60,4 und 61,7 Exahashes pro Sekunde (EH/s). Dennoch konzentriert sich der Markt momentan fast ausschließlich auf die Bewertung der Krypto-Bestände und weniger auf die operative Effizienz.

Klarheit über die weitere finanzielle Entwicklung wird der 25. Februar 2026 bringen. An diesem Tag plant Marathon Digital, seine nächsten Quartalszahlen vorzulegen. Anleger werden dann besonders auf die Produktionskosten pro Bitcoin sowie auf mögliche Anpassungen in der Verwaltung der Bitcoin-Reserven achten, um die künftige Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells beurteilen zu können.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.