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Märkte warten auf Powell-Rede

Anleger warten gespannt auf Powells Rede in Jackson Hole, während geopolitische Entwicklungen und gemischte Wirtschaftsdaten die Märkte beeinflussen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fed-Chef Powell könnte Zinssignale senden
  • Dollar gewinnt durch Ukraine-Gespräche
  • Gemischte US-Wirtschaftsdaten verunsichern Märkte
  • Einzelaktien reagieren auf Unternehmensnachrichten

Die Finanzwelt blickt gespannt auf die bevorstehende Jackson Hole-Konferenz, während sich parallel wichtige geopolitische Entwicklungen abzeichnen. An der Wall Street herrschte am Montag eine abwartende Stimmung, bevor Fed-Chef Jerome Powell am Freitag wichtige Signale zur Geldpolitik senden könnte.

Fed-Politik im Fokus der Märkte

Die US-Börsen schlossen verhalten. Der S&P 500 verlor marginale 0,01% auf 6.449 Punkte, während der Nasdaq minimal um 0,03% zulegte. Diese verhaltene Performance spiegelt die Unsicherheit der Anleger über die künftige Zinspolitik wider.

Händler haben ihre Erwartungen für eine Zinssenkung im September nach heißeren Erzeugerpreisen im Juli zurückgeschraubt. Die Wahrscheinlichkeit einer 25-Basispunkte-Senkung liegt nun bei 83%, nachdem sie zwischenzeitlich bei 100% gelegen hatte. Powell steht vor dem Dilemma, dass Trumps Zollpolitik inflationäre Risiken birgt, während sich der Arbeitsmarkt abschwächt.

"Wenn sich der Arbeitsmarkt verschlechtert, kann er darauf reagieren, ohne auf die Inflation warten zu müssen", erklärt Lou Brien von DRW Trading. "Das war historisch schon immer der Weg der Fed."

Ukraine-Gespräche beeinflussen Dollar

Währenddessen gewann der Dollar an Montag deutlich, nachdem Trump Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und europäischen Führern abhielt. Trump zeigte sich optimistisch, dass eine Lösung für den Ukraine-Krieg "sogar heute" erreicht werden könnte und sprach von möglichen trilateralen Gesprächen mit Putin.

Der Euro fiel um 0,31% auf 1,1661 Dollar, während der Dollar gegenüber dem Yen um 0,41% auf 147,79 zulegte. Diese Bewegungen unterstreichen, wie geopolitische Entwicklungen die Währungsmärkte antreiben.

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Wirtschaftsdaten senden gemischte Signale

Die US-Wirtschaftsdaten zeigen ein zwiespältiges Bild. Während die Einzelhandelsumsätze breit zulegten, verschlechterte sich die Verbraucherstimmung aufgrund steigender Inflationssorgen. Der Hausbauerindex fiel auf den niedrigsten Stand seit über zweieinhalb Jahren – ein weiteres Zeichen für die Auswirkungen hoher Zinsen.

Diese gemischten Signale verdeutlichen das Dilemma der Fed: Inflationsdruck durch Zölle bei gleichzeitiger Schwäche in zinssensitiven Sektoren. Für Powell wird es entscheidend, in Jackson Hole den richtigen Ton zu treffen, ohne sich zu früh festzulegen.

Einzelwerte im Blickpunkt

Bei Einzelaktien bewegten spezifische Nachrichten die Kurse. Intel-Aktien fielen nach Berichten über mögliche staatliche Beteiligung, während Solarwerte wie SunRun und First Solar von neuen Steuersubventionen profitierten. Dayforce sprang nach Übernahmespekulationen durch Thoma Bravo nach oben.

Die kommenden Quartalszahlen von Walmart, Home Depot und Target werden weitere Einblicke in die Verfassung der US-Verbraucher liefern – ein entscheidender Faktor für die Fed-Politik.

Ausblick auf entscheidende Woche

Die Kombination aus geopolitischen Entwicklungen, Wirtschaftsdaten und der bevorstehenden Powell-Rede macht diese Woche zu einer der wichtigsten für die Märkte in diesem Jahr. Anleger hoffen auf Klarheit sowohl bezüglich der Geldpolitik als auch möglicher Fortschritte beim Ukraine-Konflikt.

Die verhaltene Marktreaktion zeigt: Die großen Bewegungen stehen möglicherweise noch bevor, wenn Powell am Freitag spricht und die Richtung für die kommenden Monate vorgibt.

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