Ist die hohe Dividende von LyondellBasell wirklich nachhaltig? Nach einem starken Start ins Jahr gerät die Aktie wieder unter Druck, weil große Investoren Kasse machen und Analysten vorsichtiger werden — und das alles wenige Wochen vor den Quartalszahlen Ende Januar.
Warum die Aktie schwächelt
Der unmittelbare Auslöser für die heutige Schwäche waren Berichte über einen deutlichen Anteilsverkauf durch Asset Management One: Der Fonds verringerte seine Position um 18,4% und verkaufte 29.192 Aktien, sodass noch 129.571 Anteile im Bestand verbleiben. Solche institutionellen Verkäufe verstärken kurzfristig das Misstrauen gegenüber Titeln, die bereits von Unsicherheiten im Chemiesektor belastet sind.
Zugleich hat BofA Securities jüngst das Kursziel gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Weitere Institute, darunter Wells Fargo und BMO Capital Markets, haben in den letzten Wochen ihre Einschätzungen abgeschwächt. Analysten nennen als Hauptgründe steigende Rohstoff- und Beschaffungskosten sowie eine unsichere globale Nachfrage — beides setzt die Margen der Rohstoffchemie unter Druck.
- BofA Securities: Kursziel reduziert, Bewertung beibehalten (Neutral).
- Wells Fargo: Einstufung abgeschwächt (Equal Weight).
- BMO Capital Markets: Einstufung gesenkt (Underperform).
Trotz dieser Unsicherheiten zahlt die Aktie derzeit eine attraktive Rendite: Die jährliche Dividendenrendite liegt bei rund 11,5% (Quartalszahlung von etwa 1,37 USD). Allerdings sorgt ein negativer Ausschüttungsgrad in einem Umfeld schwächerer Gewinne für berechtigte Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Ausschüttungen.
Dividende, Strategie und Ausblick
LyondellBasell versucht, die Bilanz zu stärken: Ein angekündigtes „Cash-Improvement-Plan“ soll bis 2026 rund 1,1 Mrd. USD freisetzen, unter anderem durch den Verkauf von Nicht-Kern-Assets — zuletzt wurden europäische Olefine- und Polyolefine-Aktivitäten veräußert. Auch Wettbewerber wie Sabic fahren ähnliche Portfolio-Bereinigungen, was auf strukturelle Anpassungen in der Branche hindeutet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei LyondellBasell Industries?
Wichtig für die kurzfristige Entwicklung ist der Quartalsbericht am 30. Januar 2026. Die Konsensschätzung für das bereinigte Ergebnis je Aktie liegt bei 0,19 USD, nach 0,75 USD im Vorjahresquartal — das wäre ein deutlicher Rückgang. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Erholungswert von rund 3,59 USD je Aktie, sofern sich die weltweite Industrieproduktion stabilisiert.
Der Schlusskurs gestern lag bei 47,64 USD; die Aktie notiert damit rund 37% unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch von 75,36 USD. Angesichts der anstehenden Zahlen ist daher klar: Bestätigen sich die Abschwächungszeichen, bleiben Fragen zur Dividendenfinanzierung und zur Erholung der Margen zentral — ansonsten könnten Verkäufe institutioneller Anleger den Druck fortsetzen.
Konkreter Ausblick: Am 30. Januar liefern die Q4-Zahlen die entscheidenden Impulse. Anleger und Beobachter werden vor allem auf die Margenentwicklung, die Höhe frei werdender Barmittel aus dem Sparprogramm und Aussagen zur Dividendenpolitik achten.
LyondellBasell Industries-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue LyondellBasell Industries-Analyse vom 9. Januar liefert die Antwort:
Die neusten LyondellBasell Industries-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für LyondellBasell Industries-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
LyondellBasell Industries: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
