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LyondellBasell Aktie: Schwierige Wende

Der Chemiekonzern LyondellBasell verzeichnete im vierten Quartal einen Nettoverlust von 140 Millionen USD. Das Management reagiert mit einem verschärften Sparprogramm und Portfolio-Umbau auf das schwierige Marktumfeld.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettoverlust von 140 Millionen USD im Q4
  • Massive Kosteneinsparungen von 800 Millionen USD
  • Verkauf europäischer Vermögenswerte geplant
  • Dividendenpolitik steht auf dem Prüfstand

LyondellBasell kämpft mit einem harten Marktumfeld in der Chemiebranche. Während Überkapazitäten und eine schwache Nachfrage für rote Zahlen im vierten Quartal sorgten, setzt das Management radikal auf Kosteneffizienz. Kann das verschärfte Sparprogramm die negativen Branchenzyklen langfristig ausgleichen?

Rote Zahlen und schwache Nachfrage

Der Chemie- und Kunststoffsektor befindet sich in einer schwierigen Phase, was sich deutlich in den jüngsten Zahlen von LyondellBasell widerspiegelt. Für das vierte Quartal 2025 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 140 Millionen USD bei einem Umsatz von 7,09 Milliarden USD. Hauptverantwortlich dafür waren die Kernsegmente Olefine und Polyolefine, die unter hohen Kosten und einer weltweit gedrückten Nachfrage leiden.

Dieser Abwärtstrend zeigt sich auch im langfristigen Kursverlauf: Die Aktie notiert mit 49,00 USD aktuell fast 34 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 75,36 USD. Die Branche kämpft zudem mit strukturellen Überkapazitäten bei wichtigen Kunststoffen wie Polyethylen, was die Margen der Produzenten auch im laufenden Jahr unter Druck setzen dürfte.

Fokus auf Kosteneffizienz

Als Reaktion auf die Ertragsschwäche hat das Management seine Maßnahmen zur Cash-Generierung massiv beschleunigt. Im Jahr 2025 übertraf das Unternehmen seine eigenen Sparziele deutlich und realisierte Kostenvorteile in Höhe von 800 Millionen USD.

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  • Nettoverlust Q4: 140 Millionen USD (bereinigtes EPS: -0,26 USD)
  • Umsatz: 7,09 Milliarden USD
  • Cash-Verbesserungsplan: Ziel von 1,3 Milliarden USD bis Ende 2026
  • Geplante Investitionen 2026: Rund 1,2 Milliarden USD

Für das laufende Jahr 2026 strebt LyondellBasell weitere 500 Millionen USD an inkrementellen Einsparungen an. Diese Mittel sollen die finanzielle Flexibilität sichern, während gleichzeitig teure Wachstumsprojekte teilweise in die Zukunft verschoben werden, um die Bilanz zu schonen.

Strategische Portfolioanpassung

Neben den Sparmaßnahmen treibt das Unternehmen den Umbau seines Portfolios voran. Der Verkauf von vier europäischen Vermögenswerten soll planmäßig bis zum zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Die freiwerdenden Mittel werden dringend benötigt, um strategische Projekte wie das Recycling-Vorhaben „MoReTec-1“ weiterzufinanzieren, ohne die Bonität zu gefährden.

Ein wichtiger Termin für Investoren ist die anstehende Aufsichtsratssitzung im Februar 2026. Dort wird die künftige Kapitalallokation und insbesondere die Dividendenpolitik auf den Prüfstand gestellt. Da das Management den Erhalt eines Investment-Grade-Ratings als oberstes Ziel ausgibt, wird die Entscheidung über die Ausschüttungshöhe maßgeblich von der weiteren Cashflow-Entwicklung in einem schwachen Marktumfeld abhängen.

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