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LyondellBasell Aktie: Geopolitischer Rückenwind

Geopolitische Konflikte führen zu einer Verknappung der globalen Chemieproduktion, von der LyondellBasell mit seinen US-Standorten profitiert. Analysten haben ihre Bewertungen angehoben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KeyBanc stuft Aktie auf 'Overweight' hoch
  • Geopolitische Spannungen verknappen globale Kapazitäten
  • US-Standorte bieten Kostenvorteil bei steigendem Ölpreis
  • Aktie legt über 16 Prozent in einer Woche zu

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten sorgen für eine überraschende Neubewertung im Chemiesektor. Davon profitiert LyondellBasell, da Marktbeobachter eine deutliche Verknappung des weltweiten Angebots bei gleichzeitig steigenden Rohölpreisen erwarten. Während die Branche lange mit einer schwachen Nachfrage kämpfte, rücken nun die strategischen Standortvorteile US-basierter Produzenten in den Vordergrund.

Analysten sehen Wettbewerbsvorteile

KeyBanc Capital Markets hat die Aktie jüngst auf „Overweight“ hochgestuft und ein Kursziel von 73,00 US-Dollar ausgerufen. Hintergrund ist der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Experten kalkulieren, dass dadurch 11 bis 15 Prozent der weltweiten Kapazitäten für Ethylen und Polyethylen beeinträchtigt werden könnten.

Zusätzlich könnten die globalen Lagerbestände weiter sinken, was das weltweite Angebot um zusätzliche 5 bis 10 Prozent verknappen würde. In diesem Szenario profitiert LyondellBasell besonders von der globalen Kostenkurve: Steigende Ölpreise belasten internationale Konkurrenten deutlich stärker als US-Produzenten, die weniger operative Anlagen in der Golfregion unterhalten und von einer vorteilhaften Rohstoffbasis profitieren.

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Strategischer Umbau und Dividende

Neben dem veränderten Marktumfeld treibt das Unternehmen seinen internen Umbau voran. Ende Februar wurde die Quartalsdividende auf 0,69 US-Dollar angepasst, um in einem zuvor schwierigen Branchenumfeld Kapital zu sichern. Parallel dazu plant das Management den Verkauf bestimmter Olefin-Anlagen in Europa, um das Portfolio effizienter aufzustellen.

Kann die Aktie diesen Schwung nutzen, um sich dauerhaft von ihren Tiefstständen zu lösen? Marktbeobachter wie BMO Capital zeigen sich zumindest vorsichtiger optimistisch und hoben ihr Rating von „Underperform“ auf „Market Perform“ an, wobei das Kursziel auf 68,00 US-Dollar stieg.

Die Kursreaktion der letzten Tage fiel bereits deutlich aus: Mit einem Plus von über 16 Prozent innerhalb einer Woche hat sich das Papier von seinem 50-Tage-Durchschnitt bei rund 44,07 Euro nach oben abgesetzt und schloss gestern bei 56,76 Euro. Anleger blicken nun auf den Fortschritt bei den angekündigten Verkäufen in Europa, die das zukünftige Chancen-Risiko-Profil des Konzerns maßgeblich prägen werden.

  • Schlusskurs Gestern (Donnerstag): 56,76 €
  • Change 7 Tage: 16,57%
  • 50-Tage-Durchschnitt: 44,07 €
  • Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: 28,81%
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