Rekordumsätze auf der einen Seite, verfehlte Produktionsziele auf der anderen. Bei Lynas Rare Earths mischen sich im aktuellen Quartalsbericht Licht und Schatten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ein überraschender Strategiewechsel des US-Verteidigungsministeriums, der die bisherigen Expansionspläne des Unternehmens in Texas grundlegend verändert.
Neuer Deal mit dem Pentagon
Ursprünglich sollte in Seadrift, Texas, eine neue Verarbeitungsanlage für schwere Seltene Erden entstehen. Umweltauflagen rund um die Abwasserentsorgung sorgten für anhaltende Verzögerungen. Das US-Verteidigungsministerium zieht nun Konsequenzen und leitet die zugesagten Mittel um.
Anstatt den Bau zu finanzieren, fließen rund 96 Millionen US-Dollar in einen direkten Abnahmevertrag. Das Pentagon sichert sich damit für vier Jahre den Zugriff auf leichte und schwere Seltene Erden aus den bestehenden Lynas-Anlagen. Für das Hauptprodukt Neodym-Praseodym (NdPr) garantiert die Vereinbarung einen Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm.
Engpass in Kalgoorlie bremst Produktion
Finanziell glänzte das Unternehmen im abgelaufenen Quartal. Der in Rechnung gestellte Umsatz kletterte auf 265 Millionen Australische Dollar. Die Produktionsdaten blieben hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
Die Gesamtproduktion an Seltenen Erden erreichte gut 3.200 Tonnen. Das entspricht einem Verfehlen der Konsensschätzungen um fast ein Fünftel. Auch beim wichtigen NdPr lag der Ausstoß mit knapp 2.000 Tonnen unter den Prognosen.
Das Management macht die neue Verarbeitungsanlage in Kalgoorlie für den Rückschlag verantwortlich. Dort drosselte das Unternehmen bewusst den Durchsatz, um Prozesse bei der Ausfällung und der Entfernung von Verunreinigungen zu optimieren. Die technischen Anpassungen kosten Zeit und führten bereits zu ersten Gewinnrevisionen durch Broker.
Starke Bilanz trifft auf Marktskepsis
Trotz der operativen Hürden bleibt die Bilanz mit Barreserven von über einer Milliarde Australischen Dollar robust. Externe Faktoren belasten die Kostenstruktur. Der Konflikt im Nahen Osten verknappt das Angebot an Schwefelsäure, einem zentralen Rohstoff für die Verarbeitung, und treibt die Beschaffungspreise in die Höhe.
An der Börse reagierten Investoren auf die gemischten Nachrichten mit Zurückhaltung. Die Aktie notiert aktuell bei 12,00 Euro und verlor auf Wochensicht knapp fünf Prozent. Auf Jahressicht dominiert ein intakter Aufwärtstrend mit einem Kursplus von rund 165 Prozent.
Operativ verzeichnet Lynas abseits von Australien Fortschritte. In Malaysia startete im März die Produktion von Samariumoxid. Der Konzern positioniert sich damit als einziger kommerzieller Anbieter für separierte leichte und schwere Seltene Erden außerhalb Chinas. Der Abnahmevertrag mit der US-Regierung eliminiert die Genehmigungsrisiken in Texas. Der Fokus des Marktes verschiebt sich nun vollständig auf den Hochlauf der Anlage in Kalgoorlie, deren rasche Auslastung die Basis für das weitere Wachstum bildet.
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