Der australische Produzent für Seltene Erden liefert derzeit operativ ab. Ein frischer Millionen-Deal mit dem US-Militär und neue Produktionsmeilensteine sprechen eigentlich für das Unternehmen. Dennoch positioniert sich eine wachsende Zahl von Marktteilnehmern gegen den Titel und treibt die Leerverkaufsquote auf ein beachtliches Niveau.
Hohe Skepsis nach Kursrally
Laut dem jüngsten Bericht der australischen Aufsichtsbehörde ASIC vom Sonntag beläuft sich die Leerverkaufsquote bei Lynas auf 10,5 Prozent. Damit gehört das Unternehmen zu den am stärksten leerverkauften Werten an der Heimatbörse. Diese Skepsis resultiert primär aus der rasanten Kursentwicklung der vergangenen Monate. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 60 Prozent zu Buche, auf Jahressicht sind es sogar über 170 Prozent. Einige Marktbeobachter zweifeln nun an, ob das aktuelle Preisniveau die Risiken im Sektor der Seltenen Erden noch angemessen widerspiegelt. Der jüngste Kursrückgang von gut 10 Prozent auf 11,50 Euro in den vergangenen sieben Tagen zeigt erste Bremsspuren dieser massiven Aufwärtsbewegung.
Analysten uneins über den fairen Wert
Die fundamentale Bewertung des Unternehmens spaltet derzeit die Experten. Während Discounted-Cashflow-Modelle dem Titel weiteres Aufwärtspotenzial bescheinigen, signalisieren andere Bewertungsmethoden wie das historische Kurs-Gewinn-Verhältnis eine deutliche Überbewertung. Befürworter der Aktie verweisen hingegen auf die äußerst solide Bilanz. Eine extrem niedrige Verschuldung bietet dem Management ein komfortables finanzielles Polster für den weiteren Ausbau der Anlagen.
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Operative Fortschritte stützen das Geschäft
Abseits der Bewertungsdebatte schafft das Management harte Fakten. In der malaysischen Anlage gelang kürzlich die erste Produktion von Samariumoxid – und das früher als ursprünglich für April geplant. Damit festigt Lynas seine Position als einziger kommerzieller Produzent dieser speziellen schweren Seltenen Erden außerhalb Chinas. Das Material ist ein kritischer Bestandteil für Hochleistungsmagnete in der Elektronik- und Rüstungsindustrie.
Flankiert wird dieser Erfolg von einem Mitte März unterzeichneten Vorvertrag mit US-Behörden. Die Vereinbarung sichert Lynas über vier Jahre hinweg Umsätze im Wert von 96 Millionen US-Dollar. Ein vereinbarter Mindestpreis von 110 Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym-Oxid schützt das Unternehmen zudem vor den üblichen Preisschwankungen am Spotmarkt.
Die hohe Leerverkaufsquote von über 10 Prozent garantiert für die kommenden Wochen eine erhöhte Volatilität. Während die strategischen Lieferverträge und das Quasi-Monopol außerhalb Chinas ein starkes fundamentales Fundament bilden, nutzen Shortseller die hohe Bewertung als Angriffsfläche. Die vertraglich abgesicherten Mindestpreise aus dem US-Deal dürften sich dabei als wichtiger Puffer für die künftige Margenentwicklung erweisen.
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