Lynas Rare Earths baut seine Position in der globalen Seltene-Erden-Versorgungskette konsequent aus — und das gleich auf mehreren Ebenen. Ein neues Rahmenabkommen mit dem südkoreanischen Unternehmen LS Eco Energy sieht den Aufbau einer Metallverarbeitungsanlage in Vietnam vor. Parallel dazu meldete das Unternehmen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 einen deutlichen Umsatzsprung.
Vietnam als nächster Baustein
Die geplante Anlage in Vietnam soll Lynas‘ Seltene-Erden-Oxide in fertige Metalle umwandeln. Zunächst steht Samarium im Fokus, später sollen Neodym-Praseodym (NdPr), Dysprosium und Terbium folgen. Beide Partner haben sich gegenseitig mit Wandelinstrumenten im Wert von jeweils rund 30 Millionen australischen Dollar beteiligt — ein klares Zeichen für das beiderseitige Commitment.
Der strategische Hintergrund ist eindeutig: Rund 90 Prozent der weltweiten Seltene-Erden-Verarbeitung liegt derzeit in chinesischer Hand. Lynas versucht mit seiner „Towards 2030″-Strategie, diese Abhängigkeit schrittweise zu reduzieren — und gewinnt dabei zunehmend staatliche Partner auf seiner Seite.
Starke Zahlen, starke Verträge
Bereits am 19. März 2026 nahm Lynas die Samarium-Produktion in seiner Anlage im malaysischen Gebeng auf — früher als ursprünglich für April geplant. Damit ist Gebeng nun in der Lage, drei schwere Seltene Erden außerhalb Chinas zu verarbeiten.
Finanziell läuft es ebenfalls gut: Der Bruttoumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 auf 413,7 Millionen australische Dollar, nach 254,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die NdPr-Absatzmengen legten um 14 Prozent zu.
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Hinzu kommen langfristige Abnahmegarantien: Japan hat sich zur jährlichen Abnahme von mindestens 5.000 Tonnen NdPr-Oxid bis 2038 verpflichtet — zu einem Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm. Das US-Verteidigungsministerium unterzeichnete eine Absichtserklärung über einen Lieferrahmen im Wert von 96 Millionen US-Dollar. Und die malaysische Betriebslizenz wurde bis 2036 um zehn Jahre verlängert.
Kursrückgang trotz positiver Meldungslage
All das hinderte die Aktie gestern nicht daran, um rund fünf Prozent nachzugeben. Im Jahresvergleich bleibt die Performance dennoch beeindruckend: Seit März 2025 hat sich der Kurs nahezu verdreifacht. Der aktuelle Rücksetzer dürfte weniger mit den Unternehmensfundamentals zusammenhängen als mit dem allgemeinen Marktumfeld — zumal China kürzlich ein Seltene-Erden-Vorkommen in der Provinz Sichuan mit knapp 9,7 Millionen Tonnen Oxid gemeldet hat, was Fragen zur künftigen Angebotsdynamik aufwirft.
Lynas hat seine operative Basis in den vergangenen Monaten erheblich verbreitert. Mit dem Vietnam-Projekt kommt nun ein weiterer Schritt in Richtung vollständig integrierter Lieferkette hinzu — einer, der langfristig die Abhängigkeit von chinesischen Verarbeitungskapazitäten weiter verringern soll.
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