Nach einem Kursanstieg von 69 Prozent seit Jahresbeginn kam es bei Lynas Rare Earths zuletzt zu einem spürbaren Rücksetzer. Am 15. April schloss die Aktie bei 20,59 australischen Dollar — ein Minus von 6,71 Prozent an einem einzigen Handelstag. Auslöser: Produktionsprobleme im neuen Werk in Kalgoorlie.
Stromausfälle bremsen das Vorzeigeprojekt
Die 800 Millionen australische Dollar teure Anlage in Westaustralien hat die Inbetriebnahmephase zwar hinter sich gelassen. Erste Lieferungen von gemischtem Seltenerden-Karbonat gingen bereits an die Raffinerie in Malaysia. Allerdings sorgen Stromausfälle für Unterbrechungen im Betrieb. Ein beauftragter Anbieter erneuerbarer Energien liefert nicht zuverlässig — das bremst den Aufbau einer vollständig integrierten Produktionskette innerhalb Australiens.
Malaysia liefert den Gegenpol
Während Kalgoorlie holpert, meldet der malaysische Betrieb einen echten Erfolg. Lynas hat dort erstmals Samariumoxid produziert — früher als ursprünglich geplant. Die Anlage bereitet sich nun auf die kommerzielle Trennung weiterer schwerer Seltenerden vor: Gadolinium, Dysprosium, Terbium und Lutetium.
Das ist industriepolitisch bedeutsam. Lynas ist der einzige kommerzielle Produzent separierter schwerer Seltenerden außerhalb Chinas. Genau diese Materialien stecken in Hochleistungsmagneten für Rüstung und Hochtechnologie.
Verträge schaffen Preissicherheit
Das Pentagon hat mit Lynas einen Vierjahresvertrag über rund 96 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Kern des Deals ist ein Preisbodenmodell: Für Neodym-Praseodym (NdPr) gilt ein Mindestpreis von 110 US-Dollar je Kilogramm. Das schützt die Erlöse gegen Marktschwankungen nach unten.
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Hinzu kommt ein verlängerter Liefervertrag mit Japan Australia Rare Earths (JARE), der bis 2038 läuft. Jährlich fließen 5.000 Tonnen NdPr in die japanische Industrie — das entspricht 50 Prozent der gesamten Produktion schwerer Seltenerden bei Lynas.
Lizenz und Ausblick
Malaysias Regierung hat die Betriebslizenz für die dortige Anlage um zehn Jahre verlängert. Sie gilt nun bis März 2036. Das beseitigt ein Risiko, das Investoren lange beschäftigt hatte.
Der Kursrückgang der vergangenen Tage spiegelt die unmittelbaren Sorgen rund um die Stromversorgung in Kalgoorlie wider. Löst Lynas das Problem mit dem Energieanbieter, fällt der wichtigste operative Belastungsfaktor weg — während Pentagon-Vertrag und JARE-Abkommen die Erlösseite bereits absichern.
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