LVMH liefert solide Cashflows und eine stabile Dividende – doch beim Gewinn geht es spürbar rückwärts. Genau dieser Mix aus rückläufigen Margen in Teilen des Geschäfts und einem vorsichtigen 2026-Ausblick hat Anleger zuletzt auf Distanz gehalten. Wie robust ist die Luxus-Story, wenn das Umfeld schwieriger wird?
Zahlenwerk: Gewinn sinkt, Cashflow steigt
Im Geschäftsjahr 2025 musste der Luxuskonzern beim Umsatz und vor allem beim Ergebnis Federn lassen. Der Nettogewinn sank um 13% auf 10,9 Mrd. Euro, das bereinigte operative Ergebnis um 9% auf 17,8 Mrd. Euro. Immerhin: Der operative freie Cashflow legte um 8% auf 11,3 Mrd. Euro zu – ein Stabilitätsanker, den der Markt aber nicht als ausreichenden Ausgleich für die Ergebnisdelle gewertet hat.
Wichtig für Dividenden-Anleger: Das Management schlägt erneut 13,00 Euro je Aktie vor. Eine Zwischendividende von 5,50 Euro wurde bereits gezahlt, der Rest soll nach der Hauptversammlung im April folgen.
Die wichtigsten Fakten zu 2025:
– Umsatz: 80,8 Mrd. Euro (-5% berichtet, -1% organisch)
– Nettogewinn: 10,9 Mrd. Euro (-13%)
– Operatives Ergebnis (bereinigt): 17,8 Mrd. Euro (-9%), Marge: 22%
– Operativer Free Cashflow: 11,3 Mrd. Euro (+8%)
– Dividende (Vorschlag): 13,00 Euro je Aktie
Segment-Mix: Spirituosen schwach, Sephora stark
Unter der Oberfläche zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Mode und Lederwaren als wichtigstes Segment meldete zwar einen Umsatzrückgang, verteidigte aber eine hohe operative Marge von 35%. Deutlich härter traf es Wein und Spirituosen: organisch -5% Umsatz, operativer Gewinn -25%. LVMH nennt als Belastung die schwächere Cognac-Nachfrage in den USA und China.
Der klare Lichtblick kommt aus dem Handel: „Selective Retailing“ (u.a. Sephora) wuchs organisch um 4% und steigerte das operative Ergebnis um 28%. Zudem lieferte das vierte Quartal eine kleine positive Überraschung: organisch +1% Umsatz auf 22,7 Mrd. Euro, während Analysten im Schnitt einen leichten Rückgang erwartet hatten.
Kurs und Analysten: Vorsicht dominiert
Nach der Vorlage der Jahreszahlen reagierte der Markt empfindlich. Die Aktie steht heute bei 546,00 Euro und hat auf Sicht von 7 Tagen -8,31% verloren (30 Tage: -14,27%). Auffällig: Mit einem RSI von 30,9 ist der Titel technisch bereits nahe am überverkauften Bereich, während die Schwankungsintensität hoch bleibt (30-Tage-Volatilität: 87,33%).
Auch Analysten justierten nach:
– RBC senkte das Kursziel von 650 auf 625 Euro, bleibt aber bei Outperform und verweist auf nur geringfügige Prognoseanpassungen.
– JPMorgan bestätigt Neutral mit 610 Euro Kursziel und hebt hervor, dass strikte Kostenkontrollen die volatile Umsatzentwicklung teilweise abfedern konnten.
Der vorsichtige Ton kommt auch aus der Chefetage: CEO Bernard Arnault erwartet ein 2026, das „nicht einfach“ wird – mit geopolitischen Risiken und Handelskonflikten als Unsicherheitsfaktoren.
Unterm Strich bleibt das Bild klar: LVMH zeigt operative Stabilität über Cashflow und Dividende, doch die Ergebnisentwicklung und der gedämpfte Ausblick erklären, warum die Aktie trotz einzelner Lichtblicke kurzfristig unter Druck bleibt – bis sich vor allem bei Wein & Spirituosen und im globalen Nachfrageumfeld wieder mehr Rückenwind abzeichnet.
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