Während Konzernlenker Pietro Beccari das Management der Tochtergesellschaften neu ordnet, sorgt eine fundamentale Warnung für Unruhe am Markt. Die Privatbank Berenberg sieht eine jahrzehntelange Ära des ungebremsten Wachstums im Luxussektor enden. Anleger reagieren äußerst nervös auf diesen Mix aus operativem Umbau und düsteren Makro-Prognosen.
Die Faktenlage zum Donnerstag:
- Warnschuss: Berenberg-Analysten erklären den „Luxus-Super-Zyklus“ für beendet.
- Kursreaktion: Die Aktie verlor auf Wochensicht satte 14,45 %.
- Personal-Rochade: Amandine Ohayon übernimmt die Führung bei Givenchy.
- Interne Rotation: Ex-Givenchy-Chef Alessandro Valenti wechselt zu Christian Dior.
Analysten bremsen die Euphorie
Verantwortlich für die trübe Stimmung im frühen Handel ist weniger das interne Stühlerücken, sondern eine skeptische Sektorstudie. Die Experten von Berenberg argumentieren, dass der seit drei Jahrzehnten andauernde Aufwärtstrend der Branche, oft als „Super-Zyklus“ bezeichnet, ausgelaufen sei. Diese Einschätzung trifft den Markt in einer ohnehin fragilen Phase.
Die Auswirkungen sind im Chart deutlich ablesbar: Mit einem Schlusskurs von 644,20 Euro am Mittwoch hat das Papier seit Jahresbeginn bereits über 14 % an Wert eingebüßt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 30,9 signalisiert inzwischen eine stark überverkaufte Situation, was die Nervosität der Marktteilnehmer unterstreicht.
Strategischer Umbau bei den Maisons
Ungeachtet der Marktturbulenzen treibt die LVMH Fashion Group die operative Neuaufstellung voran. Ab Freitag übernimmt Amandine Ohayon das Ruder bei Givenchy. Die Managerin, die zuletzt Stella McCartney leitete und Erfahrung von L’Oréal mitbringt, soll die zuletzt schwächelnde Performance der Marke wieder an Konzernschwestern wie Celine heranführen.
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Ihr Vorgänger Alessandro Valenti verlässt den Konzern nicht, sondern wechselt nach nur 18 Monaten auf eine Schlüsselposition bei Christian Dior Couture. Als Deputy Managing Director soll er dort die kommerziellen Aktivitäten steuern. Dieser schnelle Wechsel deutet darauf hin, dass die Konzernführung akuten Handlungsbedarf bei der Optimierung der Einzelhandels- und Digitalperformance sieht.
Fakten statt Spekulation
Die Kombination aus Personalwechseln und Analystenskepsis drückt den Kurs aktuell deutlich unter den 50-Tage-Durchschnitt von 642,42 Euro. Die Diskussion um das Ende des Wachstumszyklus wird die kurzfristige Kursentwicklung vermutlich stärker dominieren als die mittelfristigen Hoffnungen auf die neuen Manager.
Ob die Schwarzmalerei der Analysten berechtigt ist, wird sich zeitnah zeigen. Am 27. Januar 2026 plant LVMH die Veröffentlichung der Jahreszahlen für 2025. Erst dieser Termin wird den Anlegern konkrete Daten zur tatsächlichen Nachfrageentwicklung in den Schlüsselmärkten USA und China liefern und die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.
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