Startseite » Asien-Märkte » LVMH Aktie: Doppelschlag aus Asien und Washington

LVMH Aktie: Doppelschlag aus Asien und Washington

Der französische Luxuskonzern LVMH verkauft sein Duty-Free-Geschäft in Hongkong und Macau und sieht sich gleichzeitig mit US-Zolldrohungen gegen Champagner konfrontiert, was die Aktie belastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf des Duty-Free-Geschäfts in Hongkong und Macau
  • Drohende US-Strafzölle auf französischen Champagner
  • Aktienkurs reagiert mit deutlichem Verlust
  • Doppelte Belastung durch Asien und USA

Der Luxusriese aus Paris gerät an diesem Dienstag gleich an zwei Fronten unter Druck. Die Aktie sackt um 1,4 Prozent auf 574,40 Euro ab – und das hat konkrete Gründe.

Zunächst die Nachricht aus Fernost: LVMH verkauft sein Duty-Free-Geschäft in Hongkong und Macau an den chinesischen Staatskonzern China Tourism Group (CTG). Betroffen ist die Sparte DFS, für die der Konzern in den 1990er Jahren noch rund 2,5 Milliarden US-Dollar hingeblättert hatte. Der Deal soll in etwa zwei Monaten über die Bühne gehen, komplett in bar. Wie viel Geld dabei fließt? Darüber schweigt sich LVMH eisern aus.

Rückzug oder strategischer Schachzug?

Bemerkenswert: LVMH und die Gründerfamilie Miller werden sich nach dem Verkauf an einer Kapitalerhöhung von CTG Duty-Free beteiligen. Allerdings nur mit einem „kleinen Teil“ der Erlöse, wie es heißt. Die Botschaft ist klar – man verabschiedet sich vom operativen Geschäft in der Region, behält aber einen Fuß in der Tür.

DFS-Chef Ed Brennan nennt den Verkauf einen „wichtigen Schritt“ für das Geschäft. Übersetzt: Der Luxuskonzern zieht sich aus einem schwierigen Markt zurück, in dem das China-Geschäft seit Monaten kränkelt.

Trumps Zoll-Drohung trifft direkt

Doch damit nicht genug. Aus Washington kommt die nächste Hiobsbotschaft: US-Präsident Donald Trump droht mit satten 200 Prozent Strafzöllen auf französische Weine und Champagner. Der Grund? Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zögert, Trumps „Friedensrat“ für Gaza beizutreten.

Für LVMH ist das brisant. Zum Imperium gehört nicht nur Moët & Chandon, sondern praktisch die gesamte Champagner-Elite. Trump macht klar: Sollte Paris nicht spurten, werden die Zölle kommen. „Dann wird Macron schon beitreten“, so der US-Präsident in Miami.

Doppeltes Risiko

Die Börse reagiert nervös. Während Spirituosen-Konkurrent Pernod Ricard nur 0,3 Prozent verliert, trifft es LVMH härter. Kein Wunder: Der Konzern ist nicht nur beim Champagner exponiert, sondern kämpft gleichzeitig mit schwächelnden China-Geschäften. Der Verkauf in Hongkong und Macau zeigt, wie ernst die Lage in Asien ist.

Macrons Umfeld weist Trumps Drohungen zwar als „inakzeptabel“ zurück. Doch was das an der Börse zählt, ist die Unsicherheit. Anleger fragen sich: Kommt der Zoll-Hammer wirklich? Und wie stark würde er das Champagner-Geschäft treffen?

Die Antwort steht noch aus. Fest steht nur: LVMH bekommt gerade von zwei Seiten Gegenwind zu spüren.

Anzeige

LVMH-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue LVMH-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:

Die neusten LVMH-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für LVMH-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

LVMH: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.