Strategische Personalentscheidungen verpuffen derzeit wirkungslos an der Börse. Während der Luxusgüterkonzern bei seiner Tochtermarke Givenchy die Führungsebene neu ordnet, dominiert bei den Anlegern blanke Nervosität. Ein Mix aus negativen Schlagzeilen und einer massiven Verkaufswelle drückt den Kurs tief in die roten Zahlen und lässt wichtige Unterstützungslinien wackeln.
- Schlusskurs (Vortag): 635,10 €
- Performance 7 Tage: -15,66 %
- RSI (14 Tage): 30,9
- Abstand 52-Wochen-Hoch: -16,10 %
Personalrochade ohne Kurswirkung
LVMH versucht aktiv, sich für die veränderte globale Nachfrage neu aufzustellen. Amandine Ohayon übernimmt ab sofort die Position des CEO bei der renommierten Maison Givenchy. Die Managerin, zuvor bei Stella McCartney, tritt ihr Amt in einer für die Branche schwierigen Phase an. Doch anstatt für neue Zuversicht zu sorgen, wird dieser strategische Schritt vom Markt weitgehend ignoriert. Investoren fokussieren sich aktuell weniger auf personelle Weichenstellungen, sondern strafen den Sektor für die unsicheren Aussichten ab.
Negative Schlagzeilen belasten
Zusätzlich zur allgemeinen Branchenschwäche drückt ein spezifisches Ereignis auf die Stimmung. Ein schweres Zugunglück in Peru, in das die LVMH-Tochter Belmond involviert ist, sorgt für schlechte Presse. Zwar dürften die direkten finanziellen Auswirkungen für den Großkonzern marginal sein, doch solche Nachrichten erhöhen das sogenannte „Headline Risk“. In einem ohnehin angespannten Marktumfeld reagieren Algorithmen und kurzfristig orientierte Händler empfindlich auf diese negative Wahrnehmung.
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Chartbild trübt sich ein
Die technische Verfassung der Aktie spiegelt die Unsicherheit wider. Mit einem Verlust von über 15 Prozent allein in den letzten sieben Tagen hat sich das Momentum eindeutig zugunsten der Bären verschoben. Der Relative Strength Index (RSI) notiert mit einem Wert von 30,9 an der Schwelle zum überverkauften Bereich, was die Heftigkeit des jüngsten Abverkaufs unterstreicht. Dennoch bleibt der Weg nach oben durch massive Widerstände, wie etwa den 50-Tage-Durchschnitt bei 643,15 Euro, vorerst versperrt.
Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf die kommenden Q4-Zahlen im Februar. Ohne überraschend positive Impulse aus dem wichtigen asiatischen Markt oder eine deutliche Beruhigung der Nachrichtenlage dürfte die Aktie kurzfristig in der Defensive verharren.
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