Lumentum trotzt dem Abwärtstrend an der Nasdaq. Während viele Tech-Werte schwächeln, profitiert der Spezialist für optische Netzwerke vom massiven Ausbau der KI-Infrastruktur. Das Unternehmen gilt als Schlüsselfertiger für schnelle Verbindungen in Rechenzentren.
KI-Optik als Wachstumstreiber
CEO Alan Lowe setzt voll auf die optische Schaltungstechnik. Die Nachfrage nach speziellen Komponenten wie OCS und CPO steigt rasant. Diese Bauteile verhindern Engpässe beim Datentransport innerhalb großer KI-Cluster.
Die Auftragsbücher füllen sich schnell. Der Backlog für optische Schalter liegt aktuell bei über 400 Millionen Dollar. Bis zum Jahr 2027 strebt Lumentum in diesem Segment einen Milliardenumsatz an.
Ein prominenter Partner stützt diese Ambitionen. Nvidia investierte bereits zwei Milliarden Dollar in das Unternehmen. Diese strategische Allianz unterstreicht die Bedeutung von Lumentum für die nächste Generation der KI-Hardware.
Rekordumsatz und Nvidia-Pakt
Finanziell spiegelt sich der Boom bereits wider. Im dritten Geschäftsquartal erzielte Lumentum einen Rekordumsatz von 808 Millionen Dollar. Für das laufende vierte Quartal erwartet das Management bis zu eine Milliarde Dollar.
An der Börse löste diese Entwicklung eine massive Neubewertung aus. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte der Kurs um über 900 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 780,10 Euro und damit rund 15 Prozent unter dem Jahreshoch.
Die hohe Bewertung birgt jedoch Risiken. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 163. Parallel dazu könnten internationale Exportkontrollen das Geschäft mit Halbleitern und optischer Hardware belasten.
Entscheidend bleibt die operative Umsetzung. Lumentum muss beweisen, dass die Produktion mit den hohen Bestellmengen Schritt hält. Die Skalierung der CPO-Technologie steht dabei im Mittelpunkt der kommenden Monate.
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