Lumentum Holdings geht in die Offensive, um den chronischen Mangel an Hardware für Künstliche Intelligenz zu beheben. Der Spezialist für optische Komponenten investiert massiv in die Produktion von Indium-Phosphid-Lasern (InP), da das aktuelle Angebot die explodierende Nachfrage kaum noch decken kann.
Expansion gegen den Chip-Engpass
In Greensboro, North Carolina, entsteht derzeit ein neues Produktionswerk mit einer Fläche von rund 240.000 Quadratfuß. Die Anlage soll die heimische Kapazität für jene Hochleistungslaser deutlich steigern, die für Rechenzentren der nächsten Generation unverzichtbar sind. Die Inbetriebnahme der neuen Fertigungsstätte ist für Mitte 2028 geplant.
Parallel zur räumlichen Expansion rüstet das Unternehmen seine technische Infrastruktur auf. Lumentum hat hochmoderne G10-AsP-Anlagen des deutschen Maschinenbauers AIXTRON bestellt. Diese Systeme ermöglichen die Massenproduktion optischer Bauteile, wie sie von globalen Hyperscalern für ihre KI-Infrastruktur benötigt werden.
Marktdynamik und Kursentwicklung
Die Notwendigkeit für diesen Schritt verdeutlicht ein Blick auf die langfristige Bedarfsplanung. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Kapazität für InP-Laser bis zum Jahr 2030 um das 12-fache steigen muss. Nur so lässt sich der projizierte Hunger moderner KI-Cluster nach Bandbreite und Konnektivität stillen.
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An der Börse spiegelt sich die hohe Erwartungshaltung wider. Die Lumentum-Aktie notiert aktuell bei 715,90 Euro, was einem Tagesminus von 2,41 Prozent entspricht. Trotz kurzfristiger Gewinnmitnahmen bleibt das Papier mit einem Plus von rund 117 Prozent seit Jahresbeginn einer der stärksten Performer im Halbleiter-Sektor.
Für das kommende Quartal zeigt sich das Management ambitioniert. Die Umsatzprognose liegt in einer Spanne zwischen 960 Millionen und 1,01 Milliarden US-Dollar. Diese Zielsetzung stützt sich auf die massiven Investitionen der Tech-Giganten in photonische Technologien, um Engpässe in der Datenübertragung zu beseitigen.
Die langfristigen Aussichten für die Branche bleiben stabil. Branchenprognosen der WSTS deuten darauf hin, dass der weltweite Halbleitermarkt im Jahr 2026 die Marke von einer Billion US-Dollar erreichen wird. Lumentum positioniert sich durch die vertikale Integration und den Ausbau der US-Fertigung für diesen mehrjährigen Investitionszyklus.
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