Lumentum gehört zu den größten Gewinnern des KI-Booms. Auf Jahressicht steht ein Plus von fast 1.200 Prozent. Heute stürzt das Papier indes um acht Prozent auf 679,30 Euro ab. Der Grund ist kein operatives Problem. Das Management baut die Bilanz um.
Lumentum will Wandelanleihen im Wert von knapp 475 Millionen US-Dollar tilgen. Dafür vereinbarte der Konzern die Ausgabe von rund 5,7 Millionen neuen Aktien. Dieser Schritt senkt die langfristige Schuldenlast. Parallel dazu sinken die Zinsausgaben deutlich.
Die Folge: Die neuen Papiere verwässern den Anteil der Altaktionäre. Viele Investoren nehmen diese Ankündigung zum Anlass für Gewinnmitnahmen. Die hohe Volatilität von fast 100 Prozent zeigt die aktuelle Nervosität.
KI-Boom treibt das Geschäft
Abseits der Bilanzkosmetik bleibt das fundamentale Bild stark. Der Konzern bringt aktuell rund 61 Milliarden US-Dollar auf die Waage. Rechenzentren rüsten massiv auf. Sie ersetzen klassische Kupferkabel durch ultraschnelle optische Verbindungen. Analysten sprechen von einem optischen Superzyklus.
Die Investmentbank Needham hat ihr Kursziel kürzlich auf 1.040 US-Dollar angehoben. Northland Securities sieht den fairen Wert bei 1.000 US-Dollar. Beide Häuser verweisen auf den immensen Bedarf an neuen Netzwerklösungen für KI-Anwendungen.
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Neue Fabriken für neue Chips
Die Nachfrage nach Spezialkomponenten bricht Rekorde. Einige Produktlinien sind bereits bis weit ins Jahr 2027 ausverkauft. Um Engpässe zu vermeiden, baut Lumentum seine Produktionskapazitäten aus. Das Unternehmen errichtet neue Fabriken für moderne Datenzentrums-Laser.
Ein Schwerpunkt liegt auf integrierten Lösungen. Diese Technologie senkt den Stromverbrauch und erhöht die Bandbreite. Für die nächste Generation von KI-Chips sind solche Bauteile unverzichtbar.
Im kommenden Monat veröffentlicht Lumentum die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Das Management stellte zuletzt einen Umsatz zwischen 780 und 830 Millionen US-Dollar in Aussicht. Der Markt achtet dann besonders auf den Produktionshochlauf der neuen 1.6T-Transceiver. Diese Auslieferungen belegen direkt den Erfolg der jüngsten Infrastruktur-Investitionen.
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