Lululemon startet das neue Jahr in einer entscheidenden Phase. Während der amtierende CEO Calvin McDonald seinen Abschied vorbereitet, eskalieren die Machtkämpfe im Hintergrund. Ein aggressiver Aktivisten-Investor und der Gründer selbst fordern die Kontrolle über die Unternehmensführung heraus. Kann ein neuer Kapitän den Sportartikel-Hersteller zurück auf Wachstumskurs bringen?
Eskalierender Machtkampf um die Führung
Der zentrale Treiber für die Aktie zu Jahresbeginn ist der verschärfte Kampf um Einfluss im Aufsichtsrat. Nur 48 Stunden vor Jahreswechsel reichte Gründer Chip Wilson formell Vorschläge für drei neue Direktorenposten ein. Dieser Schritt stellt die Nachfolgeplanung des aktuellen Gremiums offen in Frage, die Wilson zuvor als Versagen der Aufsicht kritisiert hatte.
Gleichzeitig erhöht der Aktivisten-Investor Elliott Investment Management mit einer Beteiligung von über einer Milliarde Dollar den Druck. Elliott setzt sich Berichten zufolge dafür ein, Jane Nielsen, ehemalige Finanzchefin von Ralph Lauren, als dauerhafte CEO zu installieren. Das Unternehmen hat angekündigt, Wilsons Kandidaten „zu gegebener Zeit“ zu prüfen. Die Tatsache, dass nur Wochen vor dem offiziellen Wechsel am 31. Januar noch kein Nachfolger benannt ist, hinterlässt jedoch ein gefährliches Machtvakuum.
Fundamentale Herausforderungen bleiben
Diese Führungskrise trifft auf anhaltende operative Schwierigkeiten. Eine aktuelle Marktanalyse für den globalen Sportartikelmarkt deutet darauf hin, dass die Umsatzprobleme von Lululemon in den USA voraussichtlich bis in die erste Hälfte des Jahres 2026 anhalten werden. In der jüngsten Quartalsbilanz sank der Nettoumsatz in der wichtigen US-Region um 2 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Das Unternehmen sieht sich einem härteren Wettbewerb und einer nachlassenden Nachfrage nach seinen Kernprodukten gegenüber.
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Die internationale Expansion bleibt zwar ein Lichtblick – für 2026 sind Markteintritte in sechs neue Länder wie Österreich und Indien bestätigt. Dennoch bleibt das US-Geschäft der entscheidende Bewertungstreiber für den Konzern.
Ausblick auf den Januar
Der unmittelbare Meilenstein ist die offizielle Übergabe der Führung am 31. Januar. Dann werden Finanzchefin Meghan Frank und Commercial-Chef André Maestrini vorübergehend die Rolle der Co-CEOs übernehmen. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf drei Punkte: die Benennung eines permanenten CEO-Nachfolgers, die offizielle Reaktion des Boards auf Chip Wilsons Direktorenvorschläge und weitere Details zur geplanten internationalen Expansion.
Die aktuelle Bewertung von etwa dem 16-fachen der Gewinnprognose deutet darauf hin, dass der Markt einen Großteil der jüngsten Führungsturbulenzen bereits eingepreist hat. Analysten gehen jedoch davon aus, dass der anhaltende Machtkampf zwischen Gründer und Aktivisten eine nachhaltige Erholung der Aktie verzögern könnte, bis eine stabile Führung etabliert und eine neue US-Strategie vorgestellt ist.
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