Der Lufthansa-Konzern setzt auf Planbarkeit statt Hoffnung: Statt die Lage im Nahen Osten von Woche zu Woche neu zu bewerten, hat die Gruppe den Betrieb auf den meisten betroffenen Strecken gleich bis Ende Oktober ausgesetzt. Die Entscheidung ist ein klares Signal, dass das Management nicht mit einer raschen Entspannung rechnet.
Acht Ziele gestrichen, zwei Ausnahmen
Wegen des Iran-Kriegs stellen Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo die Flüge zu einer Reihe von Destinationen bis zum 24. Oktober 2026 ein — darunter Abu Dhabi, Amman, Beirut, Riad und Teheran. Dubai und Tel Aviv bleiben vorerst bis Ende Mai gestrichen, werden danach aber separat bewertet. Betroffene Passagiere können kostenlos umbuchen oder erhalten den vollen Ticketpreis zurück.
Der Konzern nennt neben der Sicherheitslage auch einen operativen Vorteil: Planbare Langzeitstreichungen erlauben eine stabilere Einsatzplanung für Flugzeuge und Crews. Gleichzeitig profitiert die Gruppe offenbar anderswo — die Vorbuchungen für Asien-Direktflüge sollen um 75 Prozent gestiegen sein, weil Golf-Carrier auf diesen Routen Kapazitäten abbauen.
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ITA Airways integriert sich weiter
Parallel vollzieht der Konzern einen wichtigen Integrationsschritt mit der italienischen Tochter: Ab dem 1. April wechselt ITA Airways in das Miles-&-More-Programm und tritt gleichzeitig der Star Alliance bei. Das eigene Programm ITA Volare wird damit abgelöst. Für die 39 Millionen Miles-&-More-Mitglieder öffnet sich das Streckennetz der Italiener; ITA-Passagiere erhalten Zugang zu 35 Airline-Partnern weltweit. Die Integration folgt auf den Einstieg der Lufthansa Group bei ITA mit 41 Prozent im Januar 2025.
Aktie deutlich unter Jahresdurchschnitt
Die Aktie notierte gestern bei 7,55 Euro und liegt damit rund zwölf Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 8,57 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp zwölf Prozent verloren — der Nahost-Rückzug belastet die Stimmung, auch wenn der Konzern für 2026 offiziell einen deutlich über dem Vorjahr liegenden Adjusted EBIT anpeilt. Wie stark der Wegfall eines ganzen Streckensystems bis Herbst dieses Ziel unter Druck setzt, lässt sich erst mit präziseren Eckdaten zur Nahost-Exposition beziffern — die der Konzern bislang nicht veröffentlicht hat.
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