Streiks, Sparzwänge und jetzt ein gesenktes Kursziel — beim Lufthansa-Konzern verdichten sich die Belastungen ausgerechnet im Jubiläumsjahr. JPMorgan-Analyst Harry Gowers stufte die Aktie am 15. April auf „Neutral“ und kappte das Kursziel von 8,00 auf 7,50 Euro. Begründung: gestiegene Treibstoffkosten, die Netzwerk-Airlines wie Lufthansa überproportional treffen.
Mit 7,82 Euro liegt der Kurs bereits rund sechs Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt — ein Zeichen, dass der Markt die Risiken zunehmend einpreist.
Sparpaket greift tief
Intern reagiert das Management mit einem scharfen Sparpaket. Vorstandsmitglied Dieter Vranckx verhängte einen Einstellungsstopp für externe Mitarbeiter in nicht-operativen Bereichen. Neue Beraterverträge und Stellenbesetzungen brauchen ab sofort eine explizite Genehmigung des Vorstands. Dienstreisen und Weiterbildungsbudgets sollen drastisch schrumpfen.
Der Hintergrund: Der anhaltende Konflikt im Iran drückt auf Kerosinpreise und zwingt die Airline zu Umplanungen auf mehreren Routen. Das erhöht die Kosten, während gleichzeitig die Erlöse unter Druck geraten.
Streik überschattet das Jubiläum
Ausgerechnet am 100-jährigen Geburtstag der Lufthansa legte die Gewerkschaft UFO das Kabinenpersonal lahm. Rund 1.150 Beschäftigte demonstrierten am Frankfurter Flughafen, der zweitägige Ausstand lief vom 15. bis 16. April — mit spürbaren Flugstreichungen und unmittelbaren Ergebnisbelastungen.
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Der Festakt zum Jubiläum fand dennoch statt. Am 1. April trat ITA Airways offiziell der Star Alliance bei, was die Lufthansa als strategischen Fortschritt wertet. Langfristige Synergien aus der Integration der Italiener bleiben das zentrale Wachstumsversprechen des Konzerns.
Umsatzwachstum geplant, Margen fraglich
Für 2026 peilt Lufthansa weiterhin einen deutlichen Umsatzanstieg an — getragen von Kapazitätsausbau bei den Passagier-Airlines sowie Wachstum in Technik und Logistik. Das klingt solide. Allerdings hängt die Marge davon ab, wie sich Kerosinpreise und geopolitische Lage entwickeln.
Das Kursziel von JPMorgan bei 7,50 Euro liegt bereits unter dem aktuellen Kurs. Sollten weitere Analysten nachziehen, dürfte der Abwärtsdruck auf die Aktie zunehmen — zumal der Kurs seit Jahresbeginn bereits rund 8,5 Prozent verloren hat.
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