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Lufthansa Aktie: Höhenflug nach Feuerpause

Eine vorübergehende Waffenruhe im Nahen Osten lässt den Ölpreis einbrechen und treibt die Lufthansa-Aktie um über 11 Prozent nach oben. Die gesamte europäische Airline-Branche profitiert von der Entspannung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ölpreis fällt nach Feuerpause um 13 Prozent
  • Lufthansa-Aktie gewinnt über 11 Prozent
  • Irak öffnet Luftraum für zivilen Flugverkehr
  • Rallye der gesamten europäischen Airline-Branche

Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat heute an den europäischen Börsen eine kräftige Erleichterungsrally ausgelöst — und Lufthansa gehört zu den größten Gewinnern des Tages.

Treibstoffkosten im freien Fall

Der Kern der Geschichte ist simpel: Sinkt der Ölpreis, atmet die Airline-Branche auf. Jet-Treibstoff zählt zu den größten Kostenblöcken im Flugbetrieb, weshalb der heutige Einbruch des Brent-Preises um rund 13 Prozent auf etwa 94,62 Dollar unmittelbar die Fantasie der Anleger beflügelt. Die Lufthansa-Aktie schoss zeitweise um über 11 Prozent auf 8,21 Euro nach oben — ein starkes Signal nach Wochen unter Druck.

Denn die Ausgangslage war alles andere als rosig. Seit Jahresbeginn hatte die Aktie bis gestern rund 12,4 Prozent verloren. Steigende Kerosinpreise durch die Eskalation im Nahen Osten und wachsende Zurückhaltung bei Reisebuchungen lasteten auf dem Kurs. Heute macht die Aktie einen beachtlichen Teil dieser Verluste in einem einzigen Handelstag wieder wett.

Offene Straße von Hormuz als Schlüssel

Die Hintergründe der Einigung sind für Airlines besonders relevant. US-Präsident Trump hatte eine Militärpause an die Bedingung geknüpft, dass der Iran die Straße von Hormuz wieder für die Schifffahrt freigibt — jene kritische Meerenge, über die rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs transportiert werden. Die Zustimmung des Irans ließ die Energiemärkte sofort umpolarisieren.

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Zusätzlich öffnete der Irak mit sofortiger Wirkung seinen Luftraum wieder für den zivilen Flugverkehr, einschließlich Überflügen und Starts und Landungen auf irakischen Airports. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar war der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt — ein direkter operativer Belastungsfaktor für Carrier wie Lufthansa, die betroffene Routen meiden oder umleiten mussten.

Rallye mit Ablaufdatum?

Europaweit zogen Airline-Titel heute zwischen 8,9 und 13,6 Prozent an. Neben Lufthansa profitierten IAG und Air France-KLM ähnlich stark. Der DAX insgesamt gewann 4,5 Prozent, doch der Reise- und Transportsektor stach klar hervor.

Die Stimmung ist gut — aber die Grundlage ist fragil. Es handelt sich vorerst um eine zweiwöchige Feuerpause, keinen dauerhaften Frieden. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass neue Zwischenfälle die heutige Erholung jederzeit wieder zunichtemachen könnten. Wie viel von den heutigen Kursgewinnen sich als nachhaltig erweist, hängt maßgeblich davon ab, ob die Diplomatie in den kommenden Wochen tatsächlich Fortschritte erzielt.

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