Die Lufthansa-Gruppe fliegt Dubai länger nicht an als geplant. Wegen der Lage im Nahen Osten verschiebt der Konzern die Wiederaufnahme der Verbindungen auf den 25. November.
Neuer Starttermin für alle Konzern-Airlines
Ursprünglich wollten die Lufthansa-Airline und Swiss das Emirat bereits am 25. Oktober wieder ansteuern. Für Eurowings war der 1. November vorgesehen. Nun gilt für alle Gesellschaften derselbe spätere Termin.
Die Verschiebung um rund einen Monat zeigt, wie unsicher die Sicherheitslage in der Region bleibt. Dubai ist ein wichtiges Drehkreuz für Verbindungen nach Asien und Ostafrika. Ein längerer Ausfall kostet Umsatz und zwingt den Konzern, Kapazitäten umzuplanen. Konkrete Zahlen zu den finanziellen Folgen nannte das Unternehmen nicht.
Zusätzlicher Gegenwind aus München
Hinzu kommt ein Thema, das die Branche beschäftigt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung stuft eine Landung eines Airbus am Flughafen München als schwere Störung ein. Die Maschine war am 17. August aus San Francisco gekommen und setzte 18,8 Meter vor der Landebahnschwelle auf. Dabei überrollte sie drei Lampen und beschädigte sieben Reifen am Hauptfahrwerk. Verletzt wurde niemand.
Die Wetterlage war schwierig: Gewitter, Regen und eine Sicht von nur 500 bis 800 Metern. Weil das ILS-System an der Bahn nicht zur Verfügung stand, flog die Besatzung einen satellitengestützten RNP-Anflug. Das Flugzeug wich dabei zunehmend nach unten von der berechneten Bahn ab. Der Kapitän bemerkte die zu geringe Höhe erst kurz vor dem Aufsetzen. Eine konkrete Ursache nennt der Bericht nicht.
Die Aktie gab am Freitag zeitweise um rund 1,3 Prozent auf 7,03 Euro nach. Ob die Verschiebung der Dubai-Flüge oder der Untersuchungsbericht stärker auf dem Kurs lastete, lässt sich nicht trennen.
Der Abschlussbericht der Behörde soll voraussichtlich im nächsten Jahr vorliegen. Für die Dubai-Flüge gilt zunächst der 25. November als neuer Termin.
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