Explodierende Kerosinpreise und streikende Piloten setzen der Lufthansa massiv zu. Jetzt zieht das Management die Reißleine. Ein internes Memo offenbart ein kompromissloses Sparprogramm für den gesamten Konzern. Die Börse quittiert den harten Durchgriff prompt mit Erleichterung.
Zum Wochenstart verzeichnete das Papier eine markante Kurslücke nach oben und schloss bei 7,79 Euro. Zuvor war der Titel technisch stark überverkauft. Der RSI-Indikator signalisierte mit einem Wert von 24,7 eine extreme Ausreizung nach unten. Das neue Effizienzprogramm liefert den Bullen nun das erhoffte Futter.
Einstellungsstopp und Flottenumbau
Vorstand Dieter Vranckx greift hart durch. Ein internes Rundschreiben verhängt einen sofortigen Einstellungsstopp für externe Mitarbeiter in nicht-operativen Bereichen. Dienstreisen und Weiterbildungen fallen dem Rotstift zum Opfer. Neue Beraterverträge erfordern ab sofort die direkte Zustimmung der Chefetage.
Parallel dazu beschleunigt die Fluggesellschaft ihren Flottenumbau. Bis Oktober 2026 fliegen die letzten vier Airbus A340-600 endgültig aus dem Programm. Über den kommenden Winter bleiben zudem zwei Boeing 747-400 am Boden.
Der zügige Austausch alter Spritfresser gegen moderne Maschinen vom Typ A350-900 senkt die Kosten. Das federt den Druck der Kerosinpreise ab. Zwar ist das Unternehmen zu 80 Prozent gegen Preisschwankungen abgesichert. Den restlichen Bedarf muss der Konzern allerdings zu den aktuell extrem hohen Spotmarktpreisen einkaufen.
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Frontalcrash mit der Gewerkschaft
Bei den Arbeitnehmervertretern stößt der Kurswechsel auf massiven Widerstand. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wirft dem Management vor, geopolitische Krisen als tarifpolitisches Druckmittel zu missbrauchen.
Stein des Anstoßes ist das vorzeitige Aus für die Lufthansa CityLine. Die Tochtergesellschaft wurde bereits am 18. April 2026 abgewickelt — zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Die VC wertet diesen Schritt als kalkulierte Verunsicherung im laufenden Tarifstreit. Zwar erhalten die rund 2.200 betroffenen Beschäftigten konzerninterne Anschlussangebote. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Belegschaft bleibt dennoch zerrüttet.
Die Wahrheit liegt in der Bilanz
Am 6. Mai 2026 muss das Management Farbe bekennen. Dann präsentiert der Kranich-Konzern die Zahlen für das erste Quartal. Die Bilanz wird schonungslos offenlegen, wie tief die jüngsten Streikwellen wirklich in die Kasse gegriffen haben. Spätestens dann zeigt die Datenlage auch, ob die eingeleiteten Sofortmaßnahmen schnell genug wirken, um das operative Geschäft für den lukrativen Sommerflugplan abzusichern.
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