Lufthansa-Aufsichtsrätin Dr. Astrid Stange hat am Donnerstag Aktien des Unternehmens für insgesamt 153.759 EUR gekauft, wie die Pflichtmitteilung ausweist. Gestern stieg die Aktie um 3,9% im Umfeld einer optimistischeren Branchenbewertung durch Barclays. Nach einem Bericht von dpa-AFX verwies das Analysehaus dabei auf sinkende Treibstoffkosten und eine erwartete robustere Nachfrage in der europäischen Luftfahrt.
TAP-Vertrag unter Genehmigungsvorbehalt
Am Dienstag unterzeichneten die Lufthansa Group und die portugiesische Regierung einen Vertrag zum Einstieg bei TAP Air Portugal. Demnach soll Lufthansa zunächst 44,9 Prozent für 1,02 Milliarden Euro erwerben. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Unter Einbeziehung einer möglichen Übernahme weiterer Anteile kann Lufthansa bis zu 49,9 Prozent halten. Der Gesamtkaufpreis kann einschließlich der sogenannten Ticking Fee bis zu 1,2 Milliarden Euro betragen. Damit sind sowohl der mögliche Beteiligungsumfang als auch der maximale Kaufpreis Bestandteil der vereinbarten Konditionen.
Höherer Quartalsgewinn trotz Treibstoffbelastung
Ebenfalls am Dienstag meldete die Lufthansa Group ihre Zahlen für das dritte Quartal 2026. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.
Das bereinigte operative Ergebnis, von Lufthansa als Adjusted EBIT bezeichnet, legte um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig erhöhten sich die Treibstoffkosten gegenüber dem Vorjahreswert um 543 Millionen Euro. Nach Angaben des Konzerns glichen starke Nachfrage und Kostendisziplin diese Mehrbelastung mehr als aus.
Für 2026 konkretisierte Lufthansa die Prognose für das Adjusted EBIT auf eine Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro.
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