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Lufthansa: 20.000 Flüge durch CityLine-Aus

Lufthansa legt Regionaltochter CityLine still und streicht 20.000 Flüge. Aktie fällt nach Streikwelle auf 7,45 Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CityLine-Flugbetrieb komplett eingestellt
  • 20.000 Kurzstreckenflüge gestrichen
  • Aktie verliert fast acht Prozent
  • Tarifverhandlungen vorerst pausiert

Die Flieger der Lufthansa heben wieder planmäßig ab. Nach fünf Streiktagen herrscht eine brüchige Ruhe am Boden. Hinter den Kulissen eskaliert der Tarifkonflikt jedoch drastisch. Der Konzern hat den Flugbetrieb seiner Regionaltochter CityLine kurzerhand komplett eingestellt.

Kahlschlag bei der Regionaltochter

Das trifft den Flugplan hart. Bis Oktober streicht Deutschlands größte Airline 20.000 Kurzstreckenflüge. Alle 27 Maschinen der CityLine bleiben am Boden. Das Aus kommt abrupt.

Das Management begründet den drastischen Schritt mit zwei Faktoren. Neben den ungelösten Tarifkonflikten belasten hohe Kerosinkosten die veraltete Flotte. Seit Beginn des Iran-Krieges hat sich der Treibstoffpreis verdoppelt. Damit spart der Konzern rund 40.000 Tonnen Kerosin ein. Passagiere weichen nun auf große Drehkreuze wie Frankfurt oder München aus.

Zähes Ringen am Verhandlungstisch

Derweil pausieren die Gewerkschaften ihre Arbeitskämpfe. Die Vereinigung Cockpit und die Flugbegleiterorganisation Ufo sondieren derzeit neue Verhandlungswege. Es ist bereits der vierte große Ausstand in diesem Jahr. Ein erster Schlichtungsversuch war zuvor gescheitert. Management und Piloten konnten sich nicht auf die Themen einigen. Die Piloten fordern höhere Betriebsrenten. Bei der CityLine ging es ursprünglich um bessere Gehälter.

Beide Seiten äußern die Hoffnung auf streikfreie Sommerferien. Eine Garantie gibt es dafür nicht. Die Fronten bleiben verhärtet. Lufthansa fordert eine umfassende Klärung aller offenen Punkte. Die Gewerkschaften werfen dem Konzern fehlende Kompromissbereitschaft vor.

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Aktie im Sinkflug

An der Börse hinterlässt das Chaos deutliche Spuren. Die Lufthansa-Aktie verlor auf Wochensicht fast acht Prozent und schloss am Donnerstag bei 7,45 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 13 Prozent.

Der RSI-Wert von 24 signalisiert zwar eine stark überverkaufte Situation. Das operative Umfeld bleibt aber extrem angespannt. Im Jubiläumsjahr 2026 will der Konzern eigentlich ein operatives Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro erreichen. Analysten zweifeln zunehmend an diesem Ziel.

Im Mai präsentiert die Lufthansa Group ihren Bericht für das erste Quartal. Spätestens dann beziffert das Management die finanziellen Schäden der jüngsten Streikwelle. Fällt der Ausblick auf den Sommerflugplan schwach aus, droht der Aktie ein Test der bisherigen Jahrestiefs.

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