Die Aktie von LPKF Laser blickt auf eine rasante Rallye zurück. Seit Jahresbeginn schoss der Kurs um mehr als 274 Prozent nach oben. Nun nimmt ein großer institutioneller Investor erste Gewinne mit. Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Position bei dem Spezialisten für Lasertechnik reduziert.
Direkte Stimmrechte sinken
Die neue Gesamtposition der UBS liegt bei 3,12 Prozent. Zuvor meldete die Bank noch einen leicht höheren Wert. Besonders relevant ist dabei der Anteil der direkten Stimmrechte aus Aktien. Dieser fällt auf 2,96 Prozent. Damit rutscht die Bank bei den direkten Stimmrechten unter die wichtige Meldeschwelle von drei Prozent.
Finanzinstrumente machen den restlichen Anteil der gemeldeten Position aus. Am Markt reagieren Investoren verschnupft auf den moderaten Rückzug. Die LPKF-Aktie gibt am Dienstag leicht auf 22,50 Euro nach. Kein Wunder. Die Schwankungsbreite des Papiers bewegt sich aktuell auf einem extrem hohen Niveau.
Diskrepanz zur Bilanz
Die fundamentale Entwicklung des Unternehmens hinkt dem Aktienkurs hinterher. Im ersten Quartal 2026 brach der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro ein. Im Vorjahr standen hier noch mehr als 25 Millionen Euro in den Büchern. Das operative Ergebnis rutschte tief in die roten Zahlen. LPKF verbuchte einen Verlust von knapp sieben Millionen Euro.
Die reine Kursfantasie treibt die Bewertung aktuell weit nach oben. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von rund 176 Prozent auf der Anzeigetafel. Um dieses Niveau zu rechtfertigen, braucht LPKF Laser bald handfeste operative Erfolge. Neue Aufträge im Bereich Halbleiter-Packaging müssen die schwache Jahreseröffnung zügig ausgleichen.
