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LPKF Laser Aktie: Hauptversammlung 4. Juni als nächster Prüfpunkt

LPKF verzeichnet nach starkem Kursanstieg einen Rücksetzer. Schwaches Solargeschäft belastet das erste Quartal, während die LIDE-Technologie auf erste Großaufträge hofft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrückgang nach Mehrjahreshoch
  • Umsatz im ersten Quartal gesunken
  • Auftragseingang steigt deutlich
  • LIDE-Technologie als Kurstreiber

LPKF Laser hat den Markt in wenigen Monaten mit einem Kurslauf überrascht, der kaum Raum für Fehler lässt. Jetzt trifft Technologiefantasie auf harte Quartalszahlen. Genau dieser Gegensatz erklärt, warum die Aktie nach dem Mehrjahreshoch spürbar zurückgesetzt hat.

Am Mittwoch schloss der Titel bei 25,20 Euro. Seit Jahresanfang steht trotzdem ein Plus von 319,30 Prozent.

Schwaches Quartal, bessere Aufträge

Im ersten Quartal fiel der Umsatz auf 17,1 Mio. Euro nach 25,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das EBIT lag bei -6,9 Mio. Euro. Hauptgrund war ein schwaches Solargeschäft.

Die bessere Nachricht steckt im Auftragseingang. Er stieg auf 24,1 Mio. Euro, daraus ergibt sich eine Book-to-Bill-Ratio von 1,4. LPKF holt also mehr Neuaufträge herein, als aktuell in Umsatz ankommt.

Vor allem die Bereiche Development und Electronics profitierten von Nachfrage nach Lasersystemen zum Schneiden von Leiterplatten. Das federt die schwache Solarentwicklung nicht sofort ab. Es gibt dem Turnaround aber Substanz.

LIDE bleibt der Kurstreiber

Der stärkste Teil der Börsengeschichte bleibt LIDE, die patentierte Technik zur präzisen Glasbearbeitung. In der Halbleiterindustrie kann sie beim Advanced Packaging wichtig werden. Dort zählt Genauigkeit, weil Hochleistungschips und optische Datenübertragung immer komplexer werden.

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LPKF spricht mit mehreren Kunden über erste Produktionsanlagen. Die Technik läuft bereits in Forschung und Tests, nun geht es um den Sprung in größere Stückzahlen. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet der Markt erste Volumenaufträge.

Das ist der Hebel hinter der Bewertung. Solange daraus keine Serienaufträge werden, bleibt ein Teil der Kursfantasie Annahme. Kein Wunder, dass Gewinnmitnahmen nach dem schnellen Anstieg zunehmen.

Hauptversammlung als nächster Prüfpunkt

Am 4. Juni 2026 steht in Hannover die ordentliche Hauptversammlung an. Das Management um CEO Klaus Fiedler dürfte dort weitere Details zu „North Star“ geben. Das Programm soll Kosten senken und Standorte bündeln.

Ein Baustein ist die bereits erfolgte Verlagerung der Welding-Produktion nach Suhl. Bis 2028 peilt LPKF eine dauerhaft zweistellige operative Marge an. Im laufenden Jahr belasten Restrukturierungskosten und der schwache Solarmarkt weiter.

Für 2026 rechnet das Unternehmen mit 105 bis 120 Mio. Euro Umsatz. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen -3,0 und 4,5 Prozent liegen. Damit bleibt die operative Lage eng, auch wenn die Auftragslage besser aussieht.

Der Rücksetzer ist damit mehr als normale Chartkosmetik, aber kein Bruch der gesamten Story. LIDE muss den Wechsel vom Testfeld in die Produktion schaffen. Die Hauptversammlung am 4. Juni liefert dafür den nächsten konkreten Termin, während das Tagesgeschäft weiter beweisen muss, dass die Aufträge in Umsatz münden.

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