Ein schwaches Quartalsergebnis, aber ein massiv angehobenes Kursziel — bei LPKF Laser & Electronics klaffen kurzfristige Realität und mittelfristige Fantasie weit auseinander. Die Aktie reagierte prompt.
Montega sieht neues Szenario
Die Montega AG hob ihr Kursziel für LPKF am 4. Mai von 9,00 Euro auf 15,00 Euro an — bei unveränderter Halten-Empfehlung. Auslöser ist nicht das operative Quartalsergebnis, sondern die sich konkretisierende Perspektive im Bereich Advanced Semiconductor Packaging. Laut Analysten befindet sich LPKF in fortgeschrittenen Gesprächen mit mehreren Kunden und erwartet erste Produktionsaufträge bereits im zweiten Quartal 2026.
Das ändert die Rechnung erheblich. Unter der Annahme von fünf bis sechs Kunden mit jeweils einer mittleren einstelligen Anzahl an LIDE-Systemen beziffert Montega den Umsatzbeitrag allein dieser Gruppe auf rund 35 Millionen Euro für 2027 — mehr als doppelt so viel wie die bisherige Schätzung von rund 15 Millionen Euro. Langfristig skizzieren die Analysten ein Volumen von über 100 LIDE-Systemen jährlich, einen Konzernumsatz von mehr als 200 Millionen Euro ab 2028 sowie EBIT-Margen oberhalb von 15 Prozent.
Q1 bleibt klar im Minus
Das aktuelle Bild sieht anders aus. Im ersten Quartal 2026 brach der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro ein, nach 25,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund ist das schwache Solargeschäft. Das EBIT verschlechterte sich auf -6,9 Millionen Euro, das bereinigte EBIT auf -5,7 Millionen Euro.
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Immerhin zeigt das Transformationsprogramm erste Wirkung: LPKF schloss im ersten Quartal die Verlagerung der Produktion von Fürth nach Suhl ab, was die Kostenbasis spürbar senken soll.
Prognose ohne Großauftrag-Puffer
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet LPKF einen Umsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von -3,0 bis 4,5 Prozent. Potenzielle Großaufträge aus dem Advanced-Packaging-Bereich sind darin nicht enthalten — weil der Zeitpunkt des Hochlaufs nicht vom LIDE-Prozess selbst abhängt, sondern von der Qualifikation nachgelagerter Prozessschritte. Der Vorstand hält am Ziel einer zweistelligen EBIT-Marge bis 2028 fest.
Die Aktie schloss am Montag bei 21,10 Euro — einem neuen 52-Wochen-Hoch — und liegt damit seit Jahresbeginn rund 251 Prozent im Plus. Das Kursziel von Montega liegt mit 15,00 Euro bereits deutlich darunter, was zeigt, wie weit der Markt die Analysten in seiner Erwartungshaltung inzwischen überholt hat.
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