Rote Zahlen und sinkende Umsätze prägen den Jahresauftakt bei LPKF Laser & Electronics. Ein genauerer Blick auf die Auftragsbücher liefert ein deutlich freundlicheres Bild. Kunden ordern aktuell weit mehr Systeme als der Konzern ausliefert. Anleger honorieren diese Perspektive. Am Montag springt die Aktie um fast sieben Prozent auf 23,50 Euro.
Solar-Flaute belastet das Quartal
Im ersten Quartal rutschte der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro ab. Im Vorjahr erlöste das Unternehmen noch gut acht Millionen Euro mehr. Das operative Ergebnis verschlechterte sich auf minus 6,9 Millionen Euro.
Hauptgrund für den Einbruch ist das schwache Solargeschäft. Der Umsatz in diesem Segment fiel auf magere 1,3 Millionen Euro. Kunden halten sich mit Investitionen spürbar zurück. Sie warten auf den erwarteten Technologiewechsel hin zu Perowskit-Zellen.
Andere Sparten federn den Rückschlag ab. Im Segment Development profitiert LPKF von nachgeholten US-Investitionen und einer starken Nachfrage aus der Forschung. Auch die Electronics-Sparte sammelt massig Bestellungen ein. Kunden fordern hier vermehrt Systeme zum präzisen Laserschneiden von Leiterplatten.
Lichtblicke und Umbaupläne
Insgesamt kletterte der Auftragseingang auf 24,1 Millionen Euro. Die sogenannte Book-to-Bill-Ratio erreicht damit einen Wert von 1,4. Das bedeutet: Die Neubestellungen übersteigen die aktuellen Erlöse massiv. Die Folge: Hoffnung auf eine baldige Geschäftsbelebung.
Parallel dazu baut das Management den Konzern um. Das Effizienzprogramm „North Star“ soll Kosten senken und die Produktion von Schweiß- und Solarsystemen am Standort Suhl bündeln.
Warten auf den Glas-Durchbruch
Langfristig setzt LPKF stark auf die Glasstrukturierung. Das Unternehmen positioniert sich im neuen Markt für Advanced Packaging mit Glas. Ein echter Produktionshochlauf lässt hier allerdings auf sich warten. Das Management rechnet frühestens ab 2027 mit nennenswerten Volumina.
Die Aktie bleibt indes ein extrem volatiles Papier. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Kurs ein massives Plus von 291 Prozent. Der jüngste Kursrücksetzer von 16 Prozent auf Wochensicht zeigt das hohe Schwankungsrisiko.
Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen Umsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro an. Potenzielle Großaufträge aus dem Halbleiterbereich fehlen in dieser Prognose bewusst. Am 4. Juni präsentiert das Management auf der Hauptversammlung die weiteren Schritte.
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