Die Aktie von LPKF Laser & Electronics kennt derzeit nur eine Richtung. Ein Kursplus von rund 194 Prozent innerhalb eines Monats trieb das Papier auf 18,70 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert damit mehr als verdreifacht. Der KI-Boom beflügelt den Nebenwert. Nun fordert der Markt handfeste Beweise. Am heutigen Donnerstag präsentiert das Unternehmen seine Quartalszahlen.
Warten auf den LIDE-Durchbruch
Investoren blicken besonders auf das Transformationsprogramm „North Star“. Das Management strebt bis 2028 eine zweistellige operative Marge an. Im ersten Jahresviertel zeigten sich erste LIDE-Aufträge. Dieser Bereich verlässt langsam die reine Testphase. Der aktuelle Bericht muss zeigen, ob diese Signale bereits messbare Umsätze generieren.
Vorstandschef Klaus Fiedler dämpft jedoch kurzfristige Erwartungen beim sogenannten Advanced Packaging. Die Metallisierung der Glassubstrate bereitet technische Probleme. Die Ausbeute reicht für eine Massenproduktion noch nicht aus. Eine spürbare Hochlaufphase plant LPKF erst ab dem kommenden Jahr. Echte Volumenaufträge erwarten die Garbsener frühestens 2029.
Schwaches Fundament trifft auf hohe Bewertung
Die operative Ausgangslage bleibt angespannt. Das vergangene Geschäftsjahr endete mit einem Umsatzrückgang auf rund 115 Millionen Euro. Hinzu kommt eine anhaltende Nachfrageschwäche im chinesischen Solarmarkt. Für das laufende Jahr rechnet LPKF bestenfalls mit einer Stagnation. Die Prognose sieht Erlöse zwischen 105 und 120 Millionen Euro vor.
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Parallel dazu schließt der Konzern seinen Standort in Fürth und baut Personal ab. Diese Restrukturierung kostet Geld und belastet die Bilanz. Um den Umbau finanziell abzusichern, hat das Management den Kreditvertrag mit den Banken verlängert. Die Börse blendet diese operativen Risiken bislang aus. Der aktuelle Aktienkurs notiert rund 113 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Ein solches Bewertungsniveau verzeiht keine Fehler.
Hauptversammlung und Anlegerforum
Nach den Zahlen stehen weitere Termine an. Aktionäre stimmen am 4. Juni auf der Hauptversammlung über einen neuen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden ab. Dirk Michael Rothweiler scheidet turnusgemäß aus. Wenige Wochen später folgt ein Anlegerforum. Dort will CEO Fiedler weitere Details zur Langfriststrategie vorstellen.
Die Fallhöhe für die Aktie ist enorm. Ohne konkrete Fortschritte beim Auftragseingang im LIDE-Bereich fehlt der massiven Kursrallye das fundamentale Fundament. Enttäuscht der heutige Quartalsbericht die hohen Erwartungen, droht ein schneller Rücksetzer in Richtung der gleitenden Durchschnitte.
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