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Symbolbild, KI-generiert

Logitech Aktie: Elfmal Wachstum, ein Haken

Logitech übertrifft im zweiten Quartal die Analystenschätzungen; die eingeschränkte Chipversorgung belastet jedoch den Börsenkurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz wächst zum elften Quartal
  • Bereinigter Gewinn je Aktie über Erwartungen
  • Chipzulieferer fährt Produktion wieder hoch
  • Drittes Quartal mit höherem Umsatz geplant

Logitech liefert ein starkes zweites Quartal und wird dafür an der Börse trotzdem abgestraft. Der Grund liegt nicht in den Zahlen, sondern in einer Fabrikhalle bei einem Chipzulieferer.

Zahlen über den Erwartungen

Der Umsatz stieg auf 1,22 Milliarden Dollar. Zu konstanten Wechselkursen entspricht das einem Plus von 2 Prozent, die Analysten hatten mit etwa 1,21 Milliarden gerechnet. Es war das elfte Wachstumsquartal in Folge, getragen von Amerika, Videokonferenzlösungen und Gaming.

Stärker fiel der Gewinn aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,51 Dollar, erwartet waren 1,30 Dollar. Die bereinigte Bruttomarge legte um 140 Basispunkte auf 45,2 Prozent zu, das bereinigte operative Ergebnis stieg leicht auf 231 Millionen Dollar.

Aktionäre bekamen im Quartal über Dividende und Aktienrückkäufe rund 406 Millionen Dollar zurück.

Chipzulieferer bremst

Im nachbörslichen US-Handel am Dienstag gab die Aktie dennoch um rund 5,7 Prozent nach. Auslöser ist ein schwerer Zwischenfall bei einem Halbleiterlieferanten. Die Fabrik schloss Ende Juni, nahm im September den Betrieb wieder auf und fährt die Produktion hoch. Die Kapazität liegt aber noch unter dem benötigten Niveau.

Bis Jahresende soll wieder volle Produktion herrschen, im vierten Quartal dürfte die Belastung weitgehend verschwunden sein. Der Vorfall ist seit dem Sommer bekannt. Im wichtigen Weihnachtsquartal wiegt er nach Einschätzung des Unternehmens weniger schwer als befürchtet.

Ausblick fürs Weihnachtsgeschäft

Für das dritte Quartal peilt Logitech einen Umsatz von 1,36 bis 1,43 Milliarden Dollar an. Selbst die Mitte der Spanne liegt über dem Analystenkonsens von rund 1,3 Milliarden. Die Lieferstörung ist darin bereits mit einem Abzug von 70 bis 80 Millionen Dollar eingepreist.

Das bereinigte operative Ergebnis soll 220 bis 255 Millionen Dollar erreichen. Konzernchefin Hanneke Faber verwies auf 19 neue Produkte für die Festtagssaison. Ob die Chipversorgung im Dezember tatsächlich wieder normal läuft, entscheidet über die Obergrenze der Prognosespanne.

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