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Symbolbild, KI-generiert

Lockheed Martin Aktie: Erste F-35 an Berlin

Lockheed Martin übergibt Deutschlands erste F-35 und erhält Rückenwind durch den Saudi-Deal, während die Aktie charttechnisch aufholt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erster deutscher F-35-Jet übergeben
  • 35 Maschinen für zehn Milliarden Euro
  • Saudi-Arabien genehmigt 48 weitere Jets
  • Aktie erholt sich nach Kurslücke

Zwei milliardenschwere Rüstungsgeschäfte und eine erfolgreiche Kurserholung fallen bei Lockheed Martin auf denselben Tag. Während der Konzern in Fort Worth den ersten von Deutschland bestellten F-35-Jet ausliefert, genehmigt Washington parallel den Verkauf von 48 weiteren Tarnkappenjets an Saudi-Arabien. Die Aktie selbst zeigt derweil ein technisches Muster, das Chartanalysten aufhorchen lässt.

Deutschland startet in die F-35-Ära

Verteidigungsminister Boris Pistorius nahm in Texas die erste von insgesamt 35 bestellten Maschinen entgegen — ein Auftrag mit einem Volumen von zehn Milliarden Euro. Die F-35A soll die veraltete Tornado-Flotte ersetzen und übernimmt künftig auch die sogenannte nukleare Teilhabe Deutschlands im Nato-Verbund. Bis Jahresende sollen sechs weitere Jets folgen, die komplette Flotte soll bis 2029 ausgeliefert sein.

Der Fliegerhorst Büchel in der Eifel wird dafür für zwei Milliarden Euro umgebaut — teurer als ursprünglich geplant. Kritiker verweisen weiterhin auf den hohen Wartungsaufwand der Maschine und die Software-Abhängigkeit von den USA, die Debatten um mögliche Fernabschaltungen befeuert. Das Verteidigungsministerium weist solche Sorgen zurück.

Kurz vor der deutschen Übergabe hatte das US-Außenministerium zudem den Verkauf von 48 F-35-Jets an Saudi-Arabien im Gesamtwert von rund 24,3 Milliarden Dollar genehmigt. Trotz Protesten aus Israel wertet Washington das Geschäft als neutral für das militärische Gleichgewicht in der Region. Rund ein Dutzend europäischer Verbündeter — darunter Großbritannien, Polen und die Niederlande — nutzt den Tarnkappenjet bereits oder hat ihn bestellt.

Chartbild zeigt Bodenbildung

An der Börse hat die Aktie zuletzt eine technisch interessante Wendung genommen. Nach einem Rückgang seit Mitte August auf rund 520 Dollar schloss der Titel eine im Juli entstandene Kurslücke — ein Signal, das den Verkaufsdruck lindern könnte. Zuletzt notierte die Aktie bei 532,09 Dollar.

Gelingt der nachhaltige Sprung über 544 Dollar, rücken der 50-Tage-Durchschnitt bei knapp 549 Dollar und die Zwischenhochs von Ende August um 564 Dollar in Reichweite. Bei anhaltender Erholung wäre langfristig sogar ein Test der Sommerhochs bei rund 609 Dollar denkbar — dann bliebe der seit 2013 laufende Aufwärtstrend intakt.

Fällt der Kurs dagegen unter die Marke von 521,85 Dollar zurück, drohen erneut Abgaben bis zu den Sommertiefs um 484 Dollar. Der langfristige Aufwärtstrend würde damit erneut auf die Probe gestellt.

Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob die Erholung der vergangenen Woche tragfähig ist oder nur eine Verschnaufpause im übergeordneten Abwärtsimpuls seit August darstellt.

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