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Lockheed Aktie: Gewinn unter Druck

Lockheed Martin verzeichnet sinkende Gewinne und Produktionsprobleme, hält aber an der Jahresprognose fest. Die Aktie reagiert mit Verlusten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn je Aktie fällt auf 6,44 Dollar
  • Produktionsverzögerungen bei F-16 und C-130
  • Rotary & Mission Systems mit Umsatzminus
  • F-35-Programm zeigt positive Entwicklung

Der Rüstungskonzern hat heute seine Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorgelegt — und die Reaktion der Märkte fiel prompt aus. Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel rund 4,3 Prozent.

Der Gewinn je Aktie sank auf 6,44 Dollar, verglichen mit 7,28 Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz blieb mit 18,02 Milliarden Dollar nahezu stabil. Auf den ersten Blick kein Drama — doch der Teufel steckt im Detail.

Produktionsprobleme fressen Margen auf

Der größte Brocken: das Aeronautics-Segment, Lockheeds umsatzstärkstes Geschäft. Verzögerungen in der F-16-Fertigung und beim C-130-Transportflugzeug zwangen das Unternehmen zu Anpassungen bei Kosten- und Margenkalkulationen über die gesamte Programmlaufzeit. Hinzu kamen geringere Erlöse aus klassifizierten Programmen — ein Minus von 325 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Auch das Rotary & Mission Systems-Segment schwächelte. Dort brachen die Quartalsumsätze um acht Prozent ein, weil Radar- und Sikorsky-Hubschrauberprogramme weniger Volumen lieferten. Keine neuen Probleme — schon im Juli 2025 hatte Lockheed eine Sonderbelastung von 1,6 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit einem klassifizierten Aeronautics-Programm und internationalen Hubschrauberprojekten verbucht.

Inflation, Zölle und langjährige Festpreisverträge, die unter anderen Marktbedingungen ausgehandelt wurden, setzen dem Konzern weiter zu. Das Hochfahren der Produktion stockt, weil Zulieferer teils noch immer nicht liefern können.

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F-35 als Lichtblick, Peru als Unsicherheitsfaktor

Auf der Habenseite stehen höhere Umsätze beim F-35, der an die USA und 19 Verbündete geliefert wird. Das gibt dem Segment zumindest etwas Auftrieb.

Weniger klar ist die Lage beim potenziellen F-16-Auftrag aus Peru. Der dortige Interimspräsident ließ eine bereits angesetzte Unterzeichnungszeremonie kurzfristig platzen — ein Deal im Wert von rund 3,42 Milliarden Dollar, bei dem Lockheed als Hauptauftragnehmer vorgesehen ist. Perus Verteidigungs- und Außenminister traten daraufhin zurück. Ob und wann dieser Auftrag zustande kommt, bleibt offen.

Trotz aller Belastungen hält das Management an der Jahresprognose fest: Umsatz zwischen 77,5 und 80 Milliarden Dollar, Gewinn je Aktie zwischen 29,35 und 30,25 Dollar. Ein Signal, dass man die strukturellen Probleme für beherrschbar hält — auch wenn der Markt das heute anders bewertet.

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