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Symbolbild, KI-generiert

Live Nation Aktie: Vergleich möglich

Live Nation verhandelt mit US-Behörden über eine außergerichtliche Einigung im Kartellverfahren, während die Übernahme in Italien die europäische Präsenz stärkt. Die Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verhandlungen zur Abwendung eines Kartellprozesses
  • Übernahme in Italien für 103 Millionen Euro
  • Solide operative Zahlen mit Wachstum
  • Jahreszahlen für 2025 am 19. Februar

Live Nation verhandelt offenbar mit dem US-Justizministerium (DOJ), um einen weitreichenden Kartellrechtsprozess im kommenden Monat abzuwenden. Ein Vergleich könnte die drohende Zerschlagung des Konzerns verhindern. Anleger reagierten gestern erleichtert auf diese Aussicht und schickten das Papier mit einem Plus von über fünf Prozent in den Feierabend.

  • Die wichtigsten Fakten:
    • Verhandlungen mit dem DOJ zur Vermeidung des Prozesses im März.
    • Übernahme der italienischen ForumNet-Gruppe für rund 103 Millionen Euro.
    • Veröffentlichung der Jahreszahlen für den 19. Februar angekündigt.

Kartellstreit vor der Wende?

Berichten zufolge versucht die Konzernführung, den für März angesetzten Prozess durch eine außergerichtliche Einigung zu stoppen. Das Justizministerium sowie 30 US-Bundesstaaten und Distrikte hatten im Mai 2024 Klage eingereicht, um die Verbindung zwischen Live Nation und Ticketmaster aufzubrechen. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, den Wettbewerb durch monopolistische Praktiken zu unterdrücken und so die Ticketpreise künstlich hochzuhalten.

Dass nun direkte Gespräche auf hoher Ebene stattfinden, wertet der Markt als positives Signal. Das Risiko einer Zwangstrennung der Geschäftsbereiche könnte durch Zugeständnisse minimiert werden. Die Aktie beendete den gestrigen Handelstag bei 147,91 US-Dollar.

Expansion und operative Stärke

Unabhängig von den juristischen Auseinandersetzungen baut das Unternehmen seine globale Präsenz weiter aus. Anfang des Monats wurde die Übernahme der italienischen ForumNet-Gruppe für rund 103 Millionen Euro vereinbart. Mit dem Abschluss der Transaktion im April sichert sich Live Nation den Zugriff auf bedeutende Veranstaltungsorte wie das Unipol Forum in Mailand. Damit kontrolliert der Konzern künftig weitere strategisch wichtige Kapazitäten im europäischen Markt.

Operativ steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Kann Live Nation das Wachstumstempo trotz des juristischen Gegenwinds halten? Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um elf Prozent auf 8,5 Milliarden US-Dollar. Ein entscheidender Indikator für das kommende Geschäftsjahr sind die abgegrenzten Umsatzerlöse aus bereits verkauften Tickets, die zuletzt bei 3,5 Milliarden US-Dollar lagen und auf einen vollen Terminkalender hindeuten.

Am 19. Februar wird das Management nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 präsentieren. Analysten prognostizieren für 2026 eine Fortsetzung des Wachstumstrends mit einem Umsatz von rund 27,6 Milliarden US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt aktuell bei 174 US-Dollar, was einem weiteren Potenzial von etwa 17 Prozent entspricht.

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