Die Analysten von Jefferies haben ihre Empfehlung für Live Nation von „Buy“ auf „Hold“ heruntergestuft. Der Grund: Das Wachstum in Nordamerika dürfte 2026 deutlich verhaltener ausfallen als bislang erhofft. Während die Aktie in den vergangenen Jahren von der Erholung nach der Pandemie profitierte, mehren sich nun die Warnsignale.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Jefferies rechnet damit, dass die Besucherzahlen in Nordamerika 2026 nur noch um rund 1 Prozent steigen werden – nach einem Rückgang von 4 Prozent im Jahr 2025. Beim Concert-Umsatz erwarten die Analysten ein Plus von etwa 7 Prozent, im Ticketing-Geschäft lediglich 3 Prozent. Das internationale Geschäft soll zwar stärker wachsen, doch dieser Mix-Effekt reicht offenbar nicht aus, um die Markterwartungen zu erfüllen.
Regulierungsdruck und Investitionslast
Doch die schwächere Wachstumsdynamik ist nicht das einzige Problem. Live Nation steht weiterhin unter intensiver behördlicher Beobachtung. Das US-Justizministerium, die New Yorker Staatsanwaltschaft und die Federal Trade Commission haben das Unternehmen im Visier. Jefferies betont zwar, dass die finanziellen Auswirkungen überschaubar bleiben dürften – die Unsicherheit für Investoren bleibt dennoch bestehen.
Hinzu kommt eine massive Investitionswelle: In den Jahren 2026 und 2027 plant Live Nation jeweils Ausgaben von mehr als 1 Milliarde Dollar, hauptsächlich für das VenueNation-Projekt. Diese Kapitalintensität könnte den finanziellen Spielraum kurzfristig einschränken und die Cash-Generierung belasten.
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Prognosen verfehlt
Besonders brisant: Jefferies prognostiziert für 2026 ein Wachstum des bereinigten Betriebsergebnisses von nur 8,6 Prozent. Die Konsensschätzung liegt bei 11,6 Prozent. Die Lücke ist erheblich – und könnte bei Anlegern für Enttäuschung sorgen, sollten sich die Erwartungen nicht erfüllen.
Während Bernstein SocGen Group mit einem Kursziel von 185 Dollar noch an der Outperform-Einschätzung festhält und auf die sich schneller füllende Touring-Pipeline verweist, überwiegen bei Jefferies die Bedenken. Die Herausforderungen durch den World Cup, der heimische Stadion-Kapazitäten im Sommer binden wird, kommen erschwerend hinzu.
Für Live Nation wird 2026 zum Prüfstein: Gelingt es dem Konzert- und Ticketing-Riesen, die gedämpften Wachstumsaussichten zu übertreffen und die regulatorischen Unwägbarkeiten zu meistern? Oder bestätigt sich die neue Vorsicht der Analysten?
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