Lindt & Sprüngli hat die Preise im vergangenen Jahr um satte 19 Prozent angehoben. Dieser drastische Schritt sicherte zwar ein zweistelliges Umsatzwachstum, hinterlässt jedoch deutliche Spuren in der Absatzstatistik und sorgt für einen vorsichtigeren Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr.
Preismacht trifft auf Konsumverzicht
Die Bilanz für 2025 offenbart eine ambivalente Dynamik. Während der organische Umsatz um 12,4 Prozent auf 5,92 Milliarden Schweizer Franken kletterte, sank das verkaufte Volumen um 6,6 Prozent. Der Premium-Hersteller konnte die massiv gestiegenen Kosten für Rohstoffe zwar erfolgreich an die Kunden weitergeben, stößt dabei aber offensichtlich an erste Akzeptanzgrenzen beim Verbraucher.
Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich dennoch um knapp 10 Prozent auf 971 Millionen Schweizer Franken. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war dabei das Geschäft in China, das ein Plus von 20 Prozent verzeichnete. Um diesen Trend zu festigen, investierte der Konzern über 10 Millionen Schweizer Franken in ein neues Logistik- und Verpackungszentrum in Shanghai, was die operative Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum stärkt.
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Cashflow-Druck und verhaltener Ausblick
Trotz der soliden Gewinnzahlen blicken Investoren kritisch auf die Liquiditätsentwicklung. Der freie Cashflow brach im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 446 Millionen Schweizer Franken ein. Zudem dämpfte das Management die Erwartungen für 2026 und setzt sich defensivere Ziele als im abgelaufenen Turnus.
Die Eckdaten für die nahe Zukunft:
– Organisches Umsatzwachstum 2026: 4 % bis 6 %
– Investitionssumme Logistikzentrum Shanghai: > 10 Mio. CHF
– Aktueller Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: -9,14 %
An der Börse spiegelt sich die Skepsis wider: Die Aktie notiert heute bei 11.860 Euro und verlor auf Sicht von 30 Tagen rund 16 Prozent an Wert. Damit sich der Kurs nachhaltig von seinem 52-Wochen-Tief bei 11.430 Euro absetzen kann, muss Lindt im laufenden Jahr beweisen, dass die Margenstabilität nicht dauerhaft zu Lasten der Marktanteile geht.
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