Lindt & Sprüngli will mit häufigen Rabattaktionen und Preissenkungen Kundinnen und Kunden zurückgewinnen. Verwaltungsratspräsident Ernst Tanner beschrieb diese Strategie am 26. Oktober Medienberichten zufolge und bezeichnete es als schmerzhaft, Lindt-Produkte im Ausverkauf zu sehen. Zuvor hatte das Unternehmen seine Preise 2025 um 19 % erhöht.
Preispolitik belastet den Ausblick
Im ersten Halbjahr 2026 folgten weitere Preiserhöhungen von 12 %. Reuters nannte die verfehlte Preispolitik am Mittwoch als Hintergrund für die Kritik mehrerer Großaktionäre an der Unternehmensführung.
Die Wachstumsprognose für 2026 hatte Lindt & Sprüngli auf 0 % bis 2 % gesenkt. Auch diese zurückgenommene Erwartung führte Reuters als Hintergrund der Aktionärskritik an.
Medienberichten zufolge gelangten Lindt-Produkte auf Aktions- und Wühltische. Die Berichte stellen dies in den Zusammenhang mit der von Tanner beschriebenen Rabattstrategie zur Rückgewinnung der Kundschaft.
Am Freitag fiel das Papier um 1,3%. Ein konkreter Zusammenhang zwischen dieser Tagesbewegung und Tanners Aussagen ist damit nicht belegt.
Tanner lehnt Rücktritt ab
Tanner schloss am 25. Oktober Medienberichten zufolge einen Rücktritt aus. Er zeigte sich überzeugt, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten zu können, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.
Nach dem Führungswechsel forderten mehrere Großaktionäre laut Reuters auch eine Verjüngung des Verwaltungsrats und eine Begrenzung von Tanners Macht. Ein Unternehmenssprecher erklärte dazu, der Verwaltungsrat überprüfe seine Besetzung regelmäßig.
Lindt erklärte außerdem, die Suche nach einem neuen CEO laufe. Ein Nachfolger soll im zweiten Quartal 2027 ernannt werden.
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