Vom klassischen Industriegas-Spezialisten zum Architekten der grünen Energiewende – Linde baut sein Geschäft grundlegend um. Das Unternehmen setzt dabei auf einen milliardenschweren Auftragsbestand. Anleger blicken nach starken Quartalszahlen verstärkt auf die Umsetzung dieser Großprojekte.
Starke Margen stützen den Ausblick
Im ersten Quartal 2026 lieferte der Konzern operativ ab. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 4,33 US-Dollar über den Markterwartungen. Parallel dazu kletterte die operative Marge auf rund 30 Prozent.
Das Management hob infolgedessen das untere Ende der Jahresprognose an. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Linde nun einen Gewinn zwischen 17,60 und 17,90 US-Dollar je Aktie an. Starke Preise und neue Projektanläufe stützen diesen Optimismus.
Milliarden-Backlog als Wachstumstreiber
Der Motor für künftiges Wachstum ist der vertraglich gesicherte Auftragsbestand von 7,1 Milliarden US-Dollar. Rund zwei Drittel dieser Summe entfallen auf Initiativen für saubere Energie. In diesem Jahr plant Linde Investitionen von bis zu 5,5 Milliarden US-Dollar, um diese Pipeline abzuarbeiten.
Ein Schwerpunkt liegt auf Nordamerika. In Niagara Falls baut der Konzern einen 35-Megawatt-Elektrolyseur für flüssigen Wasserstoff. In Louisiana entsteht eine Anlage im Weltmaßstab, die an das bestehende Pipelinenetz am Mississippi angeschlossen wird. Experten erwarten, dass Projekte im Wert von bis zu drei Milliarden US-Dollar noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen.
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An der Börse spiegelt sich die Zuversicht wider. Die Aktie notiert mit 434,80 Euro nur knapp unter ihrem jüngsten Rekordhoch. Seit Jahresbeginn verbuchte das Papier ein Plus von fast 19 Prozent.
Aktionäre profitieren zudem von der stabilen Ausschüttungspolitik. Im Juni steht die nächste Quartalsdividende von 1,60 US-Dollar an. Zur Finanzierung der kapitalintensiven Projekte sicherte sich Linde frisches Kapital über eine Anleihe von 1,6 Milliarden Euro.
In der neuen Handelswoche rücken Konjunkturdaten aus Amerika und Asien in den Fokus. Sie geben Aufschluss über die Industrienachfrage in den wichtigsten Absatzregionen. Die Fähigkeit, die Preise trotz schwankender Energiekosten stabil zu halten, entscheidet über den weiteren Margenverlauf.
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