Leonardo steht unter neuer Führung — und hat gleichzeitig ein Rüstungsprogramm vorgestellt, das den Konzern bis 2035 grundlegend verändern könnte. Das Luftverteidigungssystem „Michelangelo“ soll nicht nur in der Ukraine getestet werden, sondern auch rund 20 Länder als potenzielle Abnehmer ansprechen. Die Zahlen dahinter sind beachtlich.
Neuer Chef, alte Strategie
Am Freitag, dem 10. April 2026, nominierte die italienische Regierung offiziell Lorenzo Mariani als neuen Vorstandsvorsitzenden. Der bisherige Chef von MBDA Italy übernimmt ein Unternehmen mit einem Auftragsbestand auf Rekordhöhe. Der Wechsel von Roberto Cingolani sorgte zunächst für Unsicherheit an den Märkten — inzwischen richtet sich der Blick jedoch auf die Frage, ob Mariani den eingeschlagenen Kurs Richtung digitale Verteidigungssysteme konsequent fortsetzt.
Die Ausgangslage ist solide: 2025 erzielte Leonardo einen Umsatz von 19,5 Milliarden Euro, ein Plus von 28 Prozent gegenüber zwei Jahren zuvor. Mariani soll künftig die Integration von Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit in die Luft- und Raumfahrtsparte vorantreiben.
Das Michelangelo-System als Wachstumstreiber
Das Herzstück der neuen Wachstumsstrategie ist das Luftverteidigungssystem „Michelangelo“ — eine mehrschichtige Schutzarchitektur mit einem Schutzradius von 10 bis 15 Kilometern, die auf fortschrittlichen Sensoren und prädiktiven Algorithmen basiert. Noch 2026 soll das System unter realen Kampfbedingungen in der Ukraine erprobt werden. Offizielle NATO-Tests sind für 2027 geplant.
Die finanziellen Ziele des Programms sind ambitioniert:
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- Gesamtumsatzziel bis 2035: 21 Milliarden Euro
- Zwischenziel 2026–2030: 6 Milliarden Euro erwartetem Umsatz
- Internationales Interesse: Vertreter aus rund 20 Ländern haben bereits Interesse signalisiert
Das System soll zudem in die paneuropäische Luftverteidigungsstruktur eingebunden werden.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Die Aktie schloss die vergangene Woche mit einem Minus ab — Gewinnmitnahmen im gesamten europäischen Rüstungssektor nach Berichten über mögliche diplomatische Fortschritte in regionalen Konflikten belasteten den Kurs. Trotz des jüngsten Rücksetzers liegt die Aktie seit Jahresbeginn noch rund zehn Prozent im Plus.
Für Anleger stehen nun zwei konkrete Termine im Vordergrund: Am 5. Mai 2026 präsentiert Leonardo die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 — Beobachter werden dabei auf Bestätigung der im Industrieplan 2030 prognostizierten Wachstumsrate von 6,1 Prozent pro Jahr bei den Aufträgen achten. Zwei Tage später, am 7. Mai, findet die Hauptversammlung statt, auf der Mariani offiziell als CEO bestätigt werden soll. Als Ex-Dividendentag ist der 22. Juni 2026 vorgesehen, mit einer geplanten Ausschüttung von 0,63 Euro je Aktie.
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