Leonardo setzt die Gespräche über ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen für sein Aerostrukturgeschäft trotz Verzögerungen fort. Finanzvorstand Giuseppe Aurilio erklärte gestern Medienberichten zufolge, die Verluste des Bereichs gingen zurück. Parallel treibe das Unternehmen einen eigenständigen Plan voran; eine Aktualisierung dazu soll die für März erwartete neue Industriestrategie bringen.
Sinkende Verluste und neue Strategie
Aurilio verwies auf die steigende Produktion der Boeing 787, durch die die Lage im Aerostrukturgeschäft besser beherrschbar werde. Einen möglichen Partner für das Gemeinschaftsunternehmen nannte Leonardo nicht. Die Gespräche betreffen damit weiterhin eine potenzielle Lösung für den Bereich.
Auch für den Gesamtkonzern richtet sich der Blick auf die Industriestrategie im März. Vorstandschef Lorenzo Mariani erklärte gestern Medienberichten zufolge, der Rekordauftragsbestand und die verbesserte Lieferfähigkeit würden ehrgeizigere Ziele im neuen Industrieplan stützen.
Ausbau der Zusammenarbeit im Marinegeschäft
Eine weitere Initiative betrifft die Zusammenarbeit mit Fincantieri: Beide Unternehmen unterzeichneten am Dienstag eine Absichtserklärung zur Stärkung von Orizzonte Sistemi Navali. Das Gemeinschaftsunternehmen soll nach Angaben von Fincantieri bei industriellen und kommerziellen Aktivitäten sowie auf den Heimat- und Auslandsmärkten eine stärkere Rolle erhalten.
Fincantieri hält 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen für Marineverteidigung, Leonardo die übrigen 49 Prozent. Die Absichtserklärung zielt auf den Ausbau dieser bestehenden Zusammenarbeit.
Daneben meldete die US-Tochter Leonardo DRS am Montag eine Auswahl durch AeroVironment für das Produktionsprogramm Enduring-High Energy Laser der US-Armee. Leonardo DRS soll dafür Kompetenzen im Energie- und Wärmemanagement sowie bei der Integration bereitstellen. Nach Angaben der Tochtergesellschaft hat AeroVironment sie für diese Aufgaben innerhalb des Laserprogramms ausgewählt.
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