Lenzings Neunmonatszahlen und der Ausblick haben heute einen Kursanstieg ausgelöst: Die Aktie legt um 5,9% zu. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA von EUR 430 Mio. bis EUR 460 Mio. Der Kursgewinn folgt damit auf die Veröffentlichung von Ergebniszahlen und einer konkreten Ergebniserwartung.
Bereinigte Marge und Nettoverlust steigen
Für die ersten neun Monate 2026 meldet Lenzing ein bereinigtes EBITDA von EUR 353 Mio. Der Umsatz belief sich auf EUR 1,93 Mrd.
Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von 17,9 Prozent auf 18,3 Prozent. Beim berichteten Ergebnis ergibt sich dagegen ein schwächeres Bild: Das EBITDA lag bei EUR 316,4 Mio., nach EUR 340,4 Mio. im Vorjahreszeitraum.
Der Nettoverlust im Neunmonatszeitraum 2026 erhöhte sich auf EUR 130,3 Mio. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus EUR 105 Mio. betragen. Die Verbesserung der bereinigten Marge ging somit nicht mit einer Verringerung des ausgewiesenen Verlusts einher.
Aktionärssyndikat hält die Stimmenmehrheit
Zur Eigentümerstruktur hatte Lenzing vor gut einer Woche neue Stimmrechtszahlen gemeldet. Nach der vor rund zwei Wochen wirksam gewordenen Kapitalerhöhung hielt das Aktionärssyndikat aus B&C Group und Suzano S.A. rund 52,25 Prozent der Stimmrechte. Damit verfügte das Bündnis über die Mehrheit der Stimmrechte.
Auf die B&C Group entfielen nach Unternehmensangaben 39,6 Prozent, auf die Suzano International Trade GmbH 12,6 Prozent.
Suzano Holding S.A. erwarb im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung Aktien entsprechend rund 0,80 Prozent der Lenzing-Aktien. Für Goldman Sachs Group meldete Lenzing einen Stimmrechtsanteil von 5,86 Prozent.
Ich lese die bereinigte Marge von 18,3 Prozent als schwachen Trost, solange der Nettoverlust auf EUR 130,3 Mio. wächst. Mein Prüfstein ist, ob Lenzing das für das Gesamtjahr erwartete bereinigte EBITDA von EUR 430 Mio. bis EUR 460 Mio. erreicht.
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