B&C KB Holding GmbH hat durch die Ausübung von Bezugsrechten 8.689.086 Lenzing-Aktien zu je EUR 8,65 erworben. Das geht aus einer Meldung vom Freitag hervor. Diese bezeichnet die Holding als nahestehende Person eines Lenzing-Aufsichtsratsmitglieds und ordnet den Erwerb damit dem Umfeld des Kontrollgremiums zu.
Weitere Aktienkäufe gemeldet
Auch Oberbank AG erwarb durch die Ausübung von Bezugsrechten Lenzing-Aktien. Die am Freitag gemeldete Transaktion umfasste 1.344.177 Aktien zu je EUR 8,65. Oberbank wird in der Meldung ebenfalls als nahestehende Person eines Lenzing-Aufsichtsratsmitglieds bezeichnet.
Daneben erwarb Christian Skilich 1.710 Lenzing-Aktien zu je EUR 8,65 an der Wiener Börse. Auch dieser Kauf wurde am Freitag gemeldet.
Lenzing veröffentlichte am Freitag außerdem eine Stimmrechtsmitteilung gemäß § 135 Abs. 3 BörseG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung.
Kapital für Strategie und Bilanz
Bei der abgeschlossenen Kapitalerhöhung gab Lenzing 34.756.362 neue Aktien zu je EUR 8,65 aus. Der Brutto-Emissionserlös belief sich nach Unternehmensangaben auf EUR 301,2 Mio.
Lenzing will die Mittel für seine Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ und zur Stärkung der Kapitalstruktur verwenden. Damit hat das Unternehmen sowohl eine strategische Verwendung des Emissionserlöses als auch dessen Einsatz für die Kapitalstruktur benannt.
Am Freitag sank die Lenzing-Aktie um 1,7% auf einen Schlusskurs von 10,40 €; die gemeldeten Aktienkäufe gingen damit nicht mit einem Tagesgewinn einher.
Im operativen Geschäft verschob Lenzing die geplante Schließung des Werks Heiligenkreuz vom Jahresende 2026 auf das erste Quartal 2027. Ein Unternehmenssprecher bestätigte den Bericht der „Krone“ gegenüber der APA. Als Grund nannte das Unternehmen den Transfer der Produktion auf andere Standorte.
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