Lenzing hat gestern seine Ergebnisprognose für 2026 angehoben: Das Unternehmen erwartet ein bereinigtes EBITDA von EUR 430 Mio. bis EUR 460 Mio. Der höhere operative Ausblick steht neben Belastungen durch Wertberichtigungen an zwei Standorten, die das Ergebnis nach Steuern drücken.
Operative Profitabilität und Nettoverlust
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Lenzing ein bereinigtes EBITDA von EUR 353 Mio. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte in diesem Zeitraum 18,3 Prozent.
Der Umsatz sank im Neunmonatszeitraum 2026 auf 1,926 Mrd. Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Lenzing noch 1,972 Mrd. Euro erlöst.
Medienberichten zufolge stieg der Verlust nach Steuern im selben Zeitraum auf 130,3 Mio. Euro, nach 105 Mio. Euro im Vorjahr. Wertberichtigungen auf die Standorte Heiligenkreuz und Grimsby belasteten das Ergebnis mit 136,1 Mio. Euro.
Die verbesserte operative Profitabilität und die höhere Gesamtjahresprognose unterstützten Medienberichten zufolge die positive Kursreaktion am Donnerstag. Als weiteren Faktor nannten die Berichte die vor rund einem Monat abgeschlossene Kapitalerhöhung.
Standortentscheidung bis Jahresende vorgesehen
Für das Werk Heiligenkreuz soll Medienberichten zufolge bis Jahresende geklärt werden, ob es verkauft oder geschlossen wird. Mitte November soll der Kreis von 30 Kaufinteressenten verkleinert werden. Nach Prüfung der Angebote soll der Aufsichtsrat über Verkauf oder Schließung entscheiden.
Zur Aktionärsstruktur teilte Lenzing am 29. Oktober mit, dass das Aktionärssyndikat aus B&C-Gruppe und Suzano S.A. weiterhin rund 52,25 Prozent der Stimmrechte hält. Goldman Sachs Group hält nach Angaben des Unternehmens 5,86 Prozent der Lenzing-Aktien.
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