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Lenzing Aktie: Heiligenkreuz-Poker?

Das bereinigte EBITDA blieb in den ersten neun Monaten 2026 auf Vorjahresniveau; die Marge erhöhte sich auf 18,3 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bereinigtes EBITDA bei 353 Millionen Euro
  • EBITDA-Marge stieg auf 18,3 Prozent
  • Wertberichtigungen von 136,1 Millionen Euro
  • Kapitalerhöhung brachte 301,2 Millionen Euro

Lenzing hat am Donnerstag ein EBITDA von EUR 316,4 Mio. gemeldet, in dem Restrukturierungseffekte von EUR 36,6 Mio. enthalten sind. Zugleich belasten Wertberichtigungen an den Standorten Heiligenkreuz und Grimsby das Ergebnis, wie der ORF berichtet.

Bereinigtes Ergebnis auf Vorjahresniveau

Für die ersten neun Monate 2026 beziffert Lenzing das bereinigte EBITDA auf EUR 353 Mio. Damit liegt diese Ergebnisgröße auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg nach Unternehmensangaben auf 18,3 Prozent nach zuvor 17,9 Prozent.

Der Umsatz erreichte EUR 1,93 Mrd. Als Treiber der Umsatzentwicklung nennt Lenzing geringere Verkaufsmengen infolge der zurückgefahrenen Standardfaserproduktion sowie niedrigere Zellstoffpreise.

Die vom ORF am Donnerstag gemeldeten Wertberichtigungen für Heiligenkreuz und Grimsby belaufen sich auf EUR 136,1 Mio. Dem Bericht zufolge plant Lenzing, die Produktion in Heiligenkreuz bis Ende des ersten Quartals 2027 einzustellen. Für Grimsby ist das Produktionsende bis Ende 2027 vorgesehen.

Entscheidung über Heiligenkreuz bis Jahresende

Für das Faserwerk Heiligenkreuz haben sich laut einem ORF-Bericht vom Mittwoch 30 potenzielle Investoren gemeldet. Mitte November soll eine engere Auswahl der Interessenten erstellt werden. Bis Jahresende will der Aufsichtsrat über einen möglichen Verkauf oder die Schließung entscheiden.

Zur Finanzierung des Konzernumbaus hatte Lenzing am 21. Oktober eine Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von EUR 301,2 Mio. abgeschlossen, wie Reuters berichtete. Die Aktionäre zeichneten 99 Prozent der angebotenen neuen Aktien; der Bezugspreis betrug EUR 8,65.

Nach Abschluss der Kapitalerhöhung teilte Lenzing am 29. Oktober mit, dass das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano weiterhin rund 52,25 Prozent der Stimmrechte hält. Goldman Sachs Group hält demnach 5,86 Prozent der Lenzing-Aktien.

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Diskussion zu Lenzing

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.