Lenzing hat am Donnerstag ein EBITDA von EUR 316,4 Mio. gemeldet, in dem Restrukturierungseffekte von EUR 36,6 Mio. enthalten sind. Zugleich belasten Wertberichtigungen an den Standorten Heiligenkreuz und Grimsby das Ergebnis, wie der ORF berichtet.
Bereinigtes Ergebnis auf Vorjahresniveau
Für die ersten neun Monate 2026 beziffert Lenzing das bereinigte EBITDA auf EUR 353 Mio. Damit liegt diese Ergebnisgröße auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg nach Unternehmensangaben auf 18,3 Prozent nach zuvor 17,9 Prozent.
Der Umsatz erreichte EUR 1,93 Mrd. Als Treiber der Umsatzentwicklung nennt Lenzing geringere Verkaufsmengen infolge der zurückgefahrenen Standardfaserproduktion sowie niedrigere Zellstoffpreise.
Die vom ORF am Donnerstag gemeldeten Wertberichtigungen für Heiligenkreuz und Grimsby belaufen sich auf EUR 136,1 Mio. Dem Bericht zufolge plant Lenzing, die Produktion in Heiligenkreuz bis Ende des ersten Quartals 2027 einzustellen. Für Grimsby ist das Produktionsende bis Ende 2027 vorgesehen.
Entscheidung über Heiligenkreuz bis Jahresende
Für das Faserwerk Heiligenkreuz haben sich laut einem ORF-Bericht vom Mittwoch 30 potenzielle Investoren gemeldet. Mitte November soll eine engere Auswahl der Interessenten erstellt werden. Bis Jahresende will der Aufsichtsrat über einen möglichen Verkauf oder die Schließung entscheiden.
Zur Finanzierung des Konzernumbaus hatte Lenzing am 21. Oktober eine Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von EUR 301,2 Mio. abgeschlossen, wie Reuters berichtete. Die Aktionäre zeichneten 99 Prozent der angebotenen neuen Aktien; der Bezugspreis betrug EUR 8,65.
Nach Abschluss der Kapitalerhöhung teilte Lenzing am 29. Oktober mit, dass das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano weiterhin rund 52,25 Prozent der Stimmrechte hält. Goldman Sachs Group hält demnach 5,86 Prozent der Lenzing-Aktien.
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