Bei Lenzing steht einer nahezu stabilen bereinigten Ertragskraft ein Verlust nach Steuern gegenüber. Für die ersten neun Monate 2026 beziffert das Unternehmen diesen auf EUR 130,3 Mio. Das bereinigte EBITDA blieb nach Unternehmensangaben mit EUR 353,0 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau.
Bereinigte Marge verbessert sich
Die bereinigte EBITDA-Marge stieg im selben Berichtszeitraum auf 18,3 Prozent. Das unbereinigte EBITDA erreichte EUR 316,4 Mio. Die Umsatzerlöse gingen auf EUR 1,93 Mrd. zurück.
Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Lenzing noch Umsatzerlöse von EUR 1,97 Mrd. erzielt. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA zwischen EUR 430 Mio. und EUR 460 Mio.
Für das Werk Heiligenkreuz hatten sich Medienberichten zufolge 30 potenzielle Investoren gemeldet. Mitte November 2026 soll eine engere Auswahl erstellt werden. Bis Jahresende soll feststehen, ob ein Käufer den Betrieb fortführt; andernfalls plant Lenzing, die Produktion bis Ende März 2027 einzustellen.
Mehrheit bleibt beim Aktionärssyndikat
Nach der vor gut drei Wochen abgeschlossenen Kapitalerhöhung bezifferte Lenzing die Stimmrechte des Syndikats aus B&C-Gruppe und Suzano S.A. weiterhin auf rund 52,25 Prozent. Suzano Holding S.A. erwarb im Zuge der Kapitalerhöhung eine direkte Beteiligung von rund 0,80 Prozent.
Die vor rund zwei Wochen korrigierte Stimmrechtsmitteilung weist für Goldman Sachs eine Gesamtposition von 5,86 Prozent aus. Davon entfallen 4,27 Prozent auf Stimmrechte, die Goldman Sachs Asset Management B.V. ausübt.
Als rechtlichen Eigentümer der betreffenden Aktien nennt die Mitteilung NN Group N.V. über Tochtergesellschaften. Die ausgewiesene Gesamtposition und das rechtliche Eigentum an den betreffenden Aktien sind damit unterschiedlichen Gesellschaften zugeordnet.
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